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Bildquelle: Theater

1. Sinfoniekonzert der Landeskapelle Eisenach auf der Wartburg

Ein ganz besonderes Programm verspricht das 1. Sinfoniekonzert, zu dem die Landeskapelle Eisenach unter der Leitung ihres GMD Carlos Domínguez-Nieto am Donnerstag, 29. September einlädt. «Franz Liszt zum Geburtstag» ist das Konzert überschrieben, das diesmal – dem besonderen Anlass gemäß – nicht im Landestheater, sondern im Festsaal der Wartburg stattfindet.

Wie jedes Sinfoniekonzert der Landeskapelle wird auch dieses Konzert bereits um 19.30 Uhr durch ein Preludio eingeleitet, das ohne Aufpreis besucht werden kann (es gelten die Eintrittskarten für das Sinfoniekonzert). Für das 1. Preludio hat der Eisenacher Komponist Johannes Schlecht zu Bildern des Erfurter Malers Jost Heyder ein multimediales Werk aus Musik – Tanz – Heydermärchen geschrieben, das unter dem Titel «Allezeit Heyderkeit» auf der Wartburg zur Uraufführung kommt. Die Tänzerin des Balletts Eisenach Ramona Savu-Seeck ist als Pantominin zu sehen.

Richard Wagners «Siegfried-Idyll», eine der wenigen wahrhaft bedeutenden Instrumentalkompositionen des berühmten Schwiegersohns von Franz Liszt, eröffnet um 20 Uhr das Sinfoniekonzert. Geschrieben im Herbst 1870 für seine frisch angetraute junge Frau Cosima – Liszts Tochter -, markiert es das Ende der langen und äußerst unruhigen Anfangsphase dieser Beziehung.

Beethovens 4. Klavierkonzert ist nicht nur sein lyrischstes und poetischstes Konzert, sondern in vielerlei Hinsicht auch das fortschrittlichste. Romantiker wie Schumann, Mendelssohn und Chopin haben sich an diesem Werk orientiert, das mit seinem dialogischen Zusammenspiel von Soloinstrument und Orchester einen gewaltigen Vorstoß in eine neue ideelle und künstlerische Qualität des Genres bedeutete.

Vom Jubilar selbst erklingen schließlich die beiden Klavierkonzerte Nr. 2 in A-Dur und Nr. 1 in Es-Dur. Beide Konzerte gehören zu den ungewöhnlichsten Klavierkonzerten des 19. Jahrhunderts. Stark von der Lisztschen Konzeption der Einheitlichkeit des Ganzen bestimmt, sind sie nicht mehr Konzerte im Sinne der Gattungstradition, sondern lassen sich eher als symphonische Dichtungen bezeichnen, in denen eine Solostimme gleichsam als «poetisches Subjekt» hervortritt.
Die Solisten sind Heiko Stralendorff (Beethovens 4. Klavierkonzert), Adel Mohsin (Liszts 2. Klavierkonzert) und Anny Hwang (Liszts 1. Klavierkonzert).

Karten für das Konzert sind ausschließlich auf der Wartburg erhältlich (Tel.: 03691/2500; online: www.wartburg.de).

Heiko Stralendorff.

Foto: ©Agentur

Pianistin Anny Hwang

Foto: ©Agentur

Foto: ©Theater

Rainer Beichler | | Quelle:

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