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10 Jahre Religions- und Ethikunterricht

Den Beginn des Religions- und des Ethikunterrichtes in Thüringen vor 10 Jahren würdigte Kultusminister Dr. Michael Krapp als Beleg dafür, dass «wir von Anfang an im Bemühen um die innere Erneuerung der Schule neben der Wissensvermittlung ebenso der Vermittlung von sittlichen Werten größte Bedeutung beigemessen haben». Thüringen hatte damals als erstes neues Bundesland den Religions- und den Ethikunterricht als gleichberechtigte Lehrfächer eingeführt, die seitdem Pflichtfächer der Stundentafel sind.

3000 Lehrerinnen und Lehrer wurden in den 90er Jahren für die Befähigung zum Ethikunterricht ausgebildet. Krapp erinnerte daran, dass ehemalige Pionierleiter und Staatsbürgerkundelehrer aus Gründen der Glaubwürdigkeit für diese Ausbildung nicht in Frage kamen. Aus dem ersten Studiengang Ethik an der damaligen Pädagogischen Hochschule Erfurt entwickelte sich ein fundiertes Ausbildungsangebot, das heute an den Universitäten Erfurt und Jena eine bundesweite Akzeptanz hat. In Jena z.B. bereiten sich gegenwärtig 120 Studentinnen und Studenten auf einen Unterrichtseinsatz in Ethik am Gymnasium vor.

10 Jahre Religions- und Ethikunterricht in Thüringen führten an den allgemein bildenden Schulen zu einer Unterrichtsversorgung von 97 Prozent im laufenden Schuljahr. Im Vergleich der jungen Länder nimmt damit der Freistaat die Spitzenposition ein. Der Kultusminister dankte in diesem Zusammenhang für das Engagement der Kirchen, die durch die Abordnung von Pfarrern, Katecheten und anderen kirchlichen Lehrkräften die Umsetzung der Stundentafel für den Religionsunterricht gewährleisten.

Rainer Beichler | | Quelle:

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