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 | Bildquelle: Theater/Kromke

Beschreibung:
Bildquelle: Theater/Kromke

6. Sinfoniekonzert mit einleitendem Preludio

Am Donnerstag, 1. April steht um 20 Uhr das 6. Sinfoniekonzert auf dem Programm des Landestheaters. Unter der Leitung ihres Chefdirigenten Carlos Domínguez-Nieto spielt die Landeskapelle Eisenach Werke von Antonín Dvořák (1841 – 1904) und Igor Strawinsky (1882 – 1971). Eingeleitet wird das Konzert um 19.30 Uhr mit einem viertelstündigen Preludio, für das die Eintrittskarten des Sinfoniekonzerts gelten. Solistisch vorgetragen von Mitgliedern der Landeskapelle erklingen die «Sechs Bagatelle» von György Ligeti.

Antonín Dvořáks Serenaden stellen neben seinen sinfonischen Dichtungen und den Orchestersuiten für eine wichtige Ergänzung seines sinfonischen Œuvres dar.

Seine das Konzert eröffnende viersätzige Serenade d-Moll op. 44 für Bläser, Violoncello und Kontrabass erinnert an die Spiel- und Gesellschaftsmusiken des Rokoko und der Klassik, die in den Abendstunden im Freien aufgeführt wurden. Bläserkapellen mit Potpourris aus Opern, Divertimenti, Tänzen und populären Melodien zogen damals vielerorts durch die Straßen, oft begleitet von einer fröhlichen Zuhörerschaft. Dvořáks Bläserserenade knüpft in Form und Besetzung an diese Muster an, und es gelingt dem Komponisten sogar, den räumlichen Effekt einer wandernden Blaskapelle herzustellen. Von der Gattung her leicht, doch kompositorisch anspruchsvoll, bezieht das Werk seinen besonderen Charme aus seinem nationalen Kolorit mit deutlichen Anklängen an tschechische Tanztypen. Alle Instrumente zeigen sich von ihren typischen wie klangschönsten Seiten.

Dvořáks Serenade E-Dur op. 22 für Streicher gilt als ein vollkommen liebenswürdiges Stück, mit Sätzen voller zarter Kantabilität und übermütiger Fröhlichkeit, harmonischer Ausgeglichenheit und formaler Symmetrie. Dvořáks Biograph Otakar Sourek wurde nicht müde, darauf zu verweisen, dass Dvořák während der Entstehungszeit dieser Serenade ein junger Ehemann war, weshalb er aus den Sätzen «Gefühle der Liebessehnsucht» und «erotische Gefühlsentbranntheit» herauszuhören vermeint.

Umrahmt von den beiden Serenaden erklingt als Mittelteil des Konzerts Strawinskys Concerto in D. Als Auftragswerk anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums des Basler Kammerorchesters im Jahre 1947 uraufgeführt, wurde es auch unter dem Beinamen «Basler Concerto» bekannt. Die charmante Komposition mit ihrem für Strawinsky typischen beschwingten neoklassizistischen Ton trägt die Struktur eines Concerto grosso.

Karten an der Theaterkasse (03691-256219), in der Eisenacher Tourist-Information (03691-792323) oder unter www.theater-eisenach.de

Rainer Beichler | | Quelle:

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