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 | Bildquelle: © Stadt Eisenach

Beschreibung:
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Reformationsjahr 2017: Programm zur Eröffnung in Eisenach

Das Thüringer Jubiläumsjahr steht unter dem Leitwort „Stimmen der Reformation im Lutherland Thüringen 2017“. Mit dem Eisenacher Martinstag und einer festlichen Eröffnung auf der Wartburg setzt die Thüringer Landesregierung den offiziellen Startschuss für das Jubiläumsjahr 2017 im Freistaat.

Das Reformationsjahr 2017 beginnt in Thüringen bereits im Herbst 2016 in Eisenach – rund um den Geburtstag Marin Luthers am 10. November und den Martinstag am 11. November, der an den Heiligen Martin von Tours erinnert. Das Programm in der Wartburgstadt an diesen beiden Tagen stellten heute Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff (Thüringer Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten), Katja Wolf (Oberbürgermeisterin der Stadt Eisenach), Ralf-Peter Fuchs (Superintendent des Kirchenkreises Eisenach-Gerstungen) sowie Dr. Thomas A. Seidel (Reformationsbeauftragter der Thüringer Landesregierung) vor.

Wir wollen das Jubiläum vor allem im Sinne eines breiten gesellschaftlichen Diskurses begreifen. Das bringt auch unser Programm am 10. November zum Ausdruck, sagte Katja Wolf.

Minister Hoff ergänzte:

Thüringen hat sich sehr gut auf das Reformationsjahr vorbereitet. Schon jetzt lässt sich sagen, dass die Themenjahre der Lutherdekade wichtige Stationen gewesen sind, die mit großem Erfolg begleitet waren. Mit der Förderung des Reformationsjubiläums möchte die Landesregierung für ein differenziertes und vielfältiges Programm interessieren. Reformation heißt auch, Orte und der Anlässe und Begegnungen zu schaffen.

Programm am 10. November
Begehbarer ökumenischer Martinsgottesdienst um 16:30 Uhr:
Wie in den vergangenen Jahren auch, laden anlässlich des Geburtstages von Martin Luther die evangelische und die katholische Kirchengemeinde Eisenach dazu ein.
Der Gottesdienst beginnt in der Georgenkirche.

Martinsumzug ab 16:45 Uhr:
Gegen 16.45 Uhr schließt sich der traditionelle Martinsumzug von der Georgenkirche zum Karlsplatz an. Am Lutherdenkmal gibt es gegen 17.15 Uhr ein Anspiel und eine kurze Andacht der evangelischen Landesbischöfin Ilse Junkermann und des katholischen Bischofs Ulrich Neymeyr. Zusammen mit der Großpuppe „Dundu“ – einer fünf Meter großen Marionette – geht der Martinsumzug weiter zum Lutherplatz.

Kunstvoll illuminierte Wartburg ab 17 Uhr:
Ab 17 Uhr wird mittels einer kunstvollen Illumination die Wartburg in ein besonderes Licht gerückt. Stationen: Illumination an der Ostseite, Klanginszenierung im ersten Burghof, Lichtinszenierung im zweiten Burghof und Illumination des Lutherfensters an der Westseite. Eisenacher und Gäste, die sich das nicht entgehen lassen wollen, haben den besten Blick auf die festlich beleuchtete Wartburg vom Burschenschaftsdenkmal und vom Carl-Alexander Denkmal an der Wartburg-Auffahrt aus.

Eröffnung des Stationentores um 18 Uhr:
Um 18 Uhr folgt auf dem Lutherplatz die Eröffnung des Eisenacher Stationentores, das Teil des Europäischen Stationenweges ist. Dieser Weg führt 2017 durch 69 Reformationsstädte in Europa – von Genf bis Wittenberg. Seit 2015 trägt auch Eisenach den Titel Reformationsstadt Europas und ist somit eine Station auf diesem Weg.

Theateraufführung ab 18.30 Uhr:
Eine etwas andere Theateraufführung gibt es im Anschluss auf dem Lutherplatz mit „Dundu – der sanfte Riese“, ab 18:30 Uhr.

Lutherfest ab 20 Uhr im Lutherhaus:
Im Lutherhaus wird ab 20 Uhr Martin Luthers Geburtstag traditionell mit einem Lutherfest gefeiert. Hier werden unter anderem die Tischreden der Katharina Luther als Kammerspiel aufgeführt. Auch kulinarische Genüsse, Musik und Kleinkunst-Darbietungen bereichern das Fest.

Thüringer Reformationsmarkt von 14 bis 21 Uhr:
Als „wandernder Markt“ in Möhra gestartet, findet der Reformationsmarkt am 5. November von 11 bis 17 Uhr auf Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden statt. Am 10. November – zu Martin Luthers Geburtstag – sind in Eisenach dann von 14 Uhr (Eröffnung) bis 21 Uhr alle zum bunten Markttreiben rings um den Lutherplatz und im Lutherhaus eingeladen. Markttreiben in historischem Flair, alte Handwerkskunst und vieles mehr werden für eine lebendige Atmosphäre sorgen.

Festakt der Thüringer Landesregierung auf der Wartburg
Rund 300 geladene Gäste werden am 10. November am Festakt der Thüringer Landesregierung zur Eröffnung des „Reformationsjubiläums Luther 2017“ auf der Wartburg teilnehmen. Ministerpräsident Bodo Ramelow, Landesbischöfin Ilse Junkermann, Bischof Dr. Ulrich Neymeyr, die Landesbischöfin von Uppsala, Dr. Antje Jackelén, und Tim Guldiman, Botschafter a.D., Nationalrat der Schweizerischen Eidgenossenschaft, tragen sich außerdem in das Goldene Buch der Stadt Eisenach ein. Der MDR wird den Festakt komplett übertragen.

Programm am 11. November
Thüringer Reformationsmarkt, Late-Night-Shopping, Vortrag und Ausstellung:
Das bunte Marktreiben in historischem Flair können Besucher auch am 11. November von 14 bis 21 Uhr genießen. Zugleich findet in der Stadt das Late-Night-Shopping statt. Eingeladen wird an diesem Abend ab 20 Uhr zudem in die Nikolaikirche zu einem öffentlichen Vortrag. Zum Thema „Die Bedeutung Jakob Strauß` in der frühen ernestinischen reformatorischen Bewegung“ spricht Prof. Dr. Joachim Bauer von der Universität Jena. Den Veranstaltungsreigen rund um Martin Luthers Geburtstag schließt die Eröffnung der Ausstellung „Aura – Mittelalterliche Holzskulpturen – Thüringens stille Kraft“, die am 12. November, um 17 Uhr im Stadtschloss des Thüringer Museums Eisenach ihre Türen öffnet.

Bürger, Institutionen und Vereine haben gemeinsam dieses Fest vorbereitet. Das komplette Programm ist auf einem Flyer zusammengefasst, der in der Tourist-Information (Markt 24, Stadtschloss), im Bürgerbüro der Stadtverwaltung (Markt 22), im Lutherhaus, in der Georgenkirche und an vielen anderen Stellen zum Mitnehmen in einem extra angefertigten Tresenaufsteller ausgelegt wird. Außerdem werden Plakate auf die Eröffnungsveranstaltungen hinweisen.

Foto (von links): Ralf-Peter Fuchs, Katja Wolf, Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Dr. Thomas A. Seidel.

Andrea T. | | Quelle:

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Die Kommentare werden vor der Veröffentlichung geprüft und sofern sie unseren Richtlinien entsprechen, freigegeben.

  • vigilando ascendimus

    Der anlässlich des Reformationsjubiläums zu Schau getragene Schulterschluss zwischen manchen hochrangigen Funktionären die Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands und den sozialistischen Partei- und Staatfunktionären Thüringens erscheint mir doch etwas übertrieben. Konnte man sich unter den Sachzwängen von 1983 der „sozialistischen“ Vereinnahmung wohl nur schwer erwehren und mag es seinerzeit aus taktischen Gründen auch oppurtung gewesen sein, ist dies heute unter den Bedingungen eines (noch?) freien Deutschlands eher befremdlich!

    Möglicherweise steht die über Jahrhunderte landeskirchlich (landesherrlich) organisierte evangelische Kirche mit dieser zur schaugestellten Nähe zu den jeweils partikulare Landesherren in unmittelbarer Tradition Luthers, der den Schulterschluss mit den damals fürstlichen Landesherren suchte und fand.

    Zuviel Nähe der Kirche zu den weltlichen Herrschern und zuviel Nähe der weltlichen Herrscher zur Kirche hat Deutschland selten gut getan!

    • Jakob

      „Zuviel Nähe der Kirche zu den weltlichen Herrschern und zuviel Nähe der
      weltlichen Herrscher zur Kirche hat Deutschland selten gut getan!“ – Wie recht Sie haben. Ein bisschen Nähe und Austausch schadet aber auch nicht.

      • vigilando ascendimus

        Da sind wir uns einig! Bei bestimmten „politischen Glaubens-/Weltanschauungsrichtungen“, rechts wie links, sollte man aber besonders auf Abstand achten.

        Ein besiegt geglaubtes Gespenst geht wieder um in Europa (mit vorläufigem Zentrum Thüringen), …

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