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Als dann flugs und fröhlich geschlafen (In Bed With Martin Luther)

Am Lutherdenkmal auf dem Eisenacher Karlsplatz wird am kommenden Sonntag, 16. Oktober, ein ungewöhnliches Kunstprojekt eröffnet. Unter der Überschrift „Als dann flugs und fröhlich geschlafen (In Bed With Martin Luther)“ kann jeder dem Reformator von Angesicht zu Angesicht gegenübertreten.

Der in Tokio lebende Künstler Tatzu Nishi hat das Lutherdenkmal dafür künstlerisch transformiert. Die Figur Luthers steht für einige Zeit in einem extra errichteten Haus – auf Augenhöhe zum Betrachter. Der Blickwinkel von unten auf Sockel und Denkmal wird aufgehoben.

Wir kommen so auf ungewöhnliche und einmalige Weise Martin Luther zum Greifen nah. Dieses Kunstprojekt ist eine gelungene Aktion im Rahmen der Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum 2017, sagt Oberbürgermeisterin Katja Wolf und lädt alle Eisenacher und Besucher der Stadt zur Eröffnung ein.

Sie ist die Schirmherrin dieses Kunstprojektes, das Teil der Ausstellungsreihe „Sein.Antlitz.Körper. Kirchen öffnen sich der Kunst.“ in Berlin, Eisenach und Jerusalem von Kurator Alexander Ochs ist. Künstler und Kurator werden am 16. Oktober gemeinsam mit der Oberbürgermeisterin und dem Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow sowie dem Initiator, Pfarrer Johannes Sparsbrod, das Kunstprojekt eröffnen. Die Installation am Lutherdenkmal kann bis zum 17. Dezember besucht werden.

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Foto: Werbeagentur Frank Bode | www.werbe-bo.de

Tatzu Nishi ist durch seine ungewöhnlichen, begehbaren Installationen international bekannt geworden, die historische Denkmäler sowie auch kirchliche Gebäude neu herausfordern und beleuchten. In New York umbaute der Künstler eine 23 Meter hohe Statue von Christoph Kolumbus am Central Park mit einem Penthouse derart, dass Kolumbus in der Mitte des Wohnzimmers den Besuchern begegnete.

Die Figur Martin Luthers in Eisenach schuf Adolf von Donndorf (1835 – 1916). Der Professor der Bildhauerei hatte bereits an den Lutherdenkmälern in Worms und Dresden gearbeitet und für Eisenach schon 1884 eine Statue von Johann Sebastian Bach gefertigt. 1895, mit der Einweihung des Eisenacher Luther-Standbildes, bekam von Donndorf die Ehrenbürgerschaft der Stadt Eisenach verliehen.

Heute, 121 Jahre später, steht das mächtige Bildnis des Reformators noch immer an seinem ursprünglichen Aufstellungsort auf dem Karlsplatz. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 500. Jahrestag des Thesenanschlags von Martin Luther wirft Tatzu Nishi nun einen ganz persönlichen und ungewöhnlichen Blick von außen auf den großen Reformator Europas. Dies gelingt ganz ohne Berührungsängste, was schon der Titel der geplanten Arbeit andeutet: „Als dann flugs und fröhlich geschlafen (In Bed With Martin Luther)“. Tatzu Nishi lädt die Besucher ein, dem Reformator in intimer Atmosphäre gegenüberzutreten, vielleicht auf seinem Bett mit ihm zusammenzusitzen. Wie das geschieht? Tatzu Nishi baut über dem Sockel, um den Luther ‚ein ganz normales deutsches Haus‘. Zunächst verbirgt es die Plastik, um dann, im Schlafzimmer, den eintretenden Besuchern eine eindrückliche Begegnung zu ermöglichen. Doch wie fühlt es sich an, dem bronzenen, 3,20 Meter großen Luther in einem ‚normalgroßen‘ Zimmer zu begegnen?

Das künstlerische Projekt wird zur Hälfte von der Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters aus dem Programm ‚Reformation und die Eine Welt‘ finanziert. Den zweiten Teil tragen als Hauptsponsoren die Stadt Eisenach, die Sparkassenstiftung der Wartburg-Region und die Town & Country Stiftung. Daneben helfen mit vielen kleineren Beiträgen zahlreiche Eisenacher Vereine, Geschäftsleute und die Evangelische Kirche.

Initiatoren der Installation im Rahmen von „Sein.Antlitz.Körper.“ sind der evangelische Pfarrer Johannes Sparsbrod und Alexander Ochs, Kurator für zeitgenössische Kunst am Berliner Dom, als Vertreter der CIRCLES. Kunst + Kultur im Dialog mit den Religionen gemeinnützigen GmbH.

Andrea T. | | Quelle:

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  • Mormon

    Mir fehlen die Worte. Ich finde, Eisenach braucht dringend professionelle Beratung, was Stadtmarketing angeht.

  • Roman Lange

    Diese „Baubude“ bezeichnet man als Kunst??? In der Renaissance gab es Kunst!

  • Stefan

    Dieses Hüttenkombinat würde auf die Marterpfahlanlage am Lutherplatz gut draufpassen….

    • Jakob

      Der ist GUT *lol*

  • Jakob

    Und Sie wollen mal zur Rechtschreibnachhilfe gehen?

  • Jakob

    Schaut Euch doch mal Bilder von „Discovering Columbus“ an – die sind fantastisch:

    http://www.nytimes.com/2012/09/22/arts/design/tatzu-nishis-discovering-columbus-installation.html?_r=1

    Tatzu Nishi eröffnet mit seinen Installationen neue Blickwinkel. Genau das brauchen Eisenach und die Region.

  • Jakob

    Herr Prof. Dr. Luther kann jetzt endlich auch mal seinen Mantel ablegen und sich ausruhen in privater Atmosphäre.

    http://www.dezeen.com/2014/09/08/tatzu-nishi-hotel-manta-havis-amanda-sculpture-fountain-helsinki/

  • Kleingeist ade!

    Ich glaube viele Eisenacher Kleingeister werden bis zum Ende Ihrer Tage nicht bemerken, was für eine faszinierende Stadt „Sie“ bewohnen. Jeder Ansatz von Veränderung/Änderung wird im Ansatz zerfleischt!

    Jakob, „sie“ machen Mut. Danke!!! Dies gilt ausdrücklich auch für den Künstler Tatzu Nishi.

    • Roman Lange

      Erinnert mich irgendwie an das Haus der Baba Jaga, fehlt nur noch der Entenfuß! Na ja, sind eben alles Kleingeister, Dummköpfe und Kunstbanausen , nur der schräge Japaner nicht!

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