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«Bach & das Cello»

Am Dienstag, 1. Juni 2004 – 20 Uhr, findet im Bachhaus Eisenach ein Gesprächskonzert mit Bernhard Hentrich statt. Der Musiker aus Dresden spielt an diesem Abend drei Suiten für Violoncello solo von Johann Sebastian Bach und erzählt spannende Geschichten über die Entstehung dieser Werke.

Hentrich dazu: «Wir können Bachs Sprache doch nur erahnen. Die originalen Phrasierungen und Betonungen sind ja nicht erhalten. Wissen wir wenigstens, für welches Instrument? Da verlangt Bach drei verschiedene Typen: ein viersaitiges, in der 5. Suite ein viersaitiges discordable (anders gestimmt) und in der 6. Suite ein fünfsaitiges Cello. Kennen wir den Spieler der Uraufführung? Man kann sich nicht einmal sicher sein, ob die Suiten in Weimar oder erst Jahre später in Köthen entstanden sind…»

Der Cellist Bernhard Hentrich studierte an den Musikhochschulen Dresden, Karlsruhe und der Schola Cantorum Basiliensis bei Christophe Coin. Er konzertiert in Europa, Amerika, Asien und Australien. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Schauspieler Rolf Hoppe. Schwerpunkte seiner Vorlesungen und Kurse sind Streichinstrumente des 17. Jahrhunderts in Baugeschichte und Aufführungspraxis. Im Jahr 1997 gelang ihm die Entdeckung eines Violone von Peregrino Zanetto aus dem 16. Jahrhundert. Seine Untersuchungen zur Überlieferungsgeschichte von Streichinstrumenten der Kurfürstlich-Sächsischen Hofkapelle ergaben die Grundlage zur Rückführung einer Tenor-Viola von Antonius & Hieronymus Amati (1613) an die Sächsische Staatskapelle Dresden. Tickets gibt es unter 03691-79340.

Rainer Beichler | | Quelle:

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