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Bachhaus wird nicht angetastet

Die Bauarbeiten rund das Eisenacher Bachhaus standen am Freitag im Mittelpunkt einer Diskussion. Zu dieser hatte der Freie Eisenacher Fernsehjournalist Friedhelm Fett, der für den MDR aus Eisenach oft berichtet, eingeladen. Was kann und muss jetzt gemacht werden, sollte von den Fachleuten beraten werden. Nach dem Abriss des Hauses Frauenplan 23 gebe es eine neue Situation. Neu Pläne und Konzepte sind gefragt. Es gab ein für und wieder zum Neubau. So forderte Prof. Hermann Wirth von der Bauhaus Uni Weimar, und Berater der Förderkreises zur Erhaltung Eisenachs, die Gebäude wieder 1:1 aufzubauen. Damit das Ensemble des Frauenberges nicht zu zerstören. Darin fand er Unterstützung beim Oberbürgermeister Gerhard Schneider. Widerspruch und neue Ideen kamen von Prof. Berthold Penkhus von der TU Braunschweig. Als Architekt gestaltete er im Korbacher Altstadtgebiet mit Erfolg ein neues modernes Museum. Er plädierte für einen in die Zeitgeschichte passenden Bau.
Prof. Martin Petzold, Vorsitzender der Neuen Bachgesellschaft, hob die jetzige Chance hervor, mit einem neuem Konzept das Bachhaus als Gedenkstätte und Museum zu gestalten. Immerhin umfasse die Instrumentensammlung über 400 Exponate und einmalig sei auch die Sammlung von 120 Bachbildnissen. Instrumente und Gemälde lagern in Archiven und wurden noch nie der Öffentlichkeit gezeigt. Mit dem Neubau sollte dies geschehen und dazu brauche man Voraussetzungen. Mit einer Deckenhöhe von 2,41 Metern sei dies kam möglich. Das Bachhaus von 1907 werde jedoch nicht angetastet, im Gegenteil – nach der Umgestaltung ist es selbst ein Ausstellungsstück. Lager, Betriebsräume, Garderoben und Büros verschwänden aus dem Haus. «Die Decken werden aber nicht angehoben, die Leute werden sich beim Rundgang weiter bücken müssen», stellte Bachhaus-Geschäftsführer Jörg Hansen fest.
Doch wie geht es jetzt weiter? Vergangene Woche gab es eine Beratung von Stadt, Ministerium und Neuer Bachgesellschaft. Ein «konkurrierendes Verfahren» werde eingeleitet, sprich: mehrere Architekten werden angesprochen und nach Lösungen befragt, denn es gibt ja eine Büro, dass den Zuschlag hat, doch jetzt sind die Voraussetzungen anders, aber es gibt Bindungen und Verträge. Neben dem Bachhaus liegt eine große Freifläche und ein angefangener Neubau. Schneider verwies in Zusammenhang bei einem möglichen Platzproblem im Ensemble darauf hin, dass Bereiche wie Fundus oder Büros ausgelagert werden könnten.

Rainer Beichler |

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