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Ballett Eisenach zeigt Tschaikowskys SCHWANENSEE

Tschaikowskys «Schwanensee» ist eines der zauberhaftesten Ballette, die je geschrieben wurden. Bis heute hat das Märchen von dem Prinzen und seiner Liebe zu dem Schwanenmädchen Generationen von Ballettfreunden weltweit begeistert; für viele ist es das Synonym für das Ballett überhaupt. Nun bringt das Ballett Eisenach Tschaikowskys «Schwanensee» in einer Choreografie seines Ballettchefs Andris Plucis auf die Bühne des Landestheaters. Premiere ist am Samstag, 2. April, 19.30 Uhr.

Bereits am Sonntag, 20. März, gab es zu dieser Premiere eine Matinee im Zuschauerraum des Theaters. Viel Gäste kamen und der Chef des Balletts Andis Plucis, Generalmusikdirektor Carlos Domínguez-Nieto und Bühnenbildner Christian Rinke stellten ihre Wirken vor. Die Dame und Herren des Balletts gaben ebenfalls einen kleinen Einblick in «Schwanensee». Die Matinee-Gäste erfuhren so auch von der Idee, einen Akt des Stücks gar im Wasser spielen zu lassen, leider ging dies nicht, da in verschiedene Häuser die Bedingungen nicht hätten.

Das romantische Märchen über den jungen Prinzen Siegfried, der sich in die Schwanenprinzessin Odette verliebt und sie vom bösen Zauber des Herzogs Rotbarts befreien will, ist eine Geschichte über die Macht der wahren Liebe, eine Geschichte von Gut und Böse, von Schwarz und Weiß. Die Eisenacher Choreografie erzählt das Märchen aus der Sicht Siegfrieds, der sich, unter dem Zwang, heiraten zu müssen, der Realität entzieht und mehr und mehr in seinen Phantasien lebt: «Schwanensee» als Traum eines jungen Prinzen, der dem Druck gesellschaftlicher Konvention nicht standhält und sich in eine Welt der Illusionen flüchtet.
Tschaikowskys Musik ist ein Rausch, und rauschhaft soll die neue Eisenacher Choreografie auch werden. Hierzu tragen schon Bühnenbild (Christian Rinke) und Kostüme (Danielle Jost) bei: Sich zu einem edel-ästhetischen Raum zusammenfügende Ausstattungselemente, im 1. Akt dominiert von einer grünen, im 3. von einer feuerroten Grundstimmung, markieren Geburtstagsfest und Ballsaal; den 2. Akt beherrschen ebenso wie den 4. dunkle Farben, prächtig die nächtliche Stimmung am Schwanensee zeigend.
Die Kostüme sind zumeist in schwarzweiß gehalten; nur hier und da – auf dem Ball etwa – brechen sich kräftige Farben den Weg.

Opulenz beherrscht aber auch die Choreografie selbst: große Bilder will Plucis zeigen, die Tänzerinnen und Tänzer bilden – im 1., dem Fest-Akt, geschlechtsunspezifisch allesamt in fast schon überdimensionierte Röcke gekleidet – eine einzige prächtige Farbfläche, die sich im nächsten großen Bild am Schwanensee fortsetzt. Ein Traum eben, der Traum des Prinzen Siegfried auf seinem Weg zum Erwachsenwerden.

Karten: Theaterkasse (03691-256219), Eisenacher Tourist-Information (03691-792323)

Rainer Beichler |

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