Eisenach Online

Werbung
 | Bildquelle:

Beschreibung:
Bildquelle: 

Belagerung der Wartburg erwartet

«Ich erwarte die größte Belagerung der Wartburg in der Neuzeit», so Prof. Dr. Jens Goebel, Vorsitzender des Stiftungsrates der Wartburgstiftung und Thüringer Kultusminister am Vortag der Eröffnung der 3. Landesausstellung «Elisabeth von Thüringen – eine europäische Heilige».
Die Ausstellung ist ab Samstag 8.30 Uhr auf der Wartburg für die Besucher geöffnet und in der Predigerkirche Samstag ab 13 Uhr.
Die wissenschaftlichen Leiter der Ausstellung Prof. Matthias Werner und Prof. Dieter Blume von der Friedrisch-Schiller-Uni Jena arbeiteten über zwei Jahre mit vielen Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland an der Konzeption der Ausstellung.
Schon jetzt könne man von einer sehr großen internationalen Bedeutung der Landesausstellung über die Heilige Elisabeth sprechen. Was auf der Wartburg und in der Predigerkirche gezeigt werde, sei einmalig in der Welt. Auch die intensive Zusammenarbeit zwischen der Uni Jena und der Wartburg sei bei einer solchen Ausstellung nicht alltäglich, zeige jedoch die Bedeutung der Geisteswissenschaft der Uni, betonte deren Rektor Prof. Klaus Dicke.
447 Katalogpunkt gebe es, 430 Leihgaben werden gezeigt, 220 kommen aus dem In- und Ausland. Gewaltig war auch der technische Aufwand, die einzigartigen wertvollen Dokumente zu zeigen. 125 Autoren arbeiteten an den verschiedenen Themen mit.
Das Konzept sehe vor, das Leben von Elisabeth und die Nachwirkungen aufzuzeigen. «Dies ist in dieser Form noch nicht geschehen», so Prof. Werner. Insgesamt elf Abteilungen gibt es – auf der Wartburg endet die Betrachtung an der Lutherstube mit Aussagen Luthers über Elisabeth.
Am Donnerstag brachte Alexander Fürst zu Sayn-Wittgenstein ein wertvolles Stück in die Ausstellungsräume. Im Familienbesitz befindet sich ein Armreliquiar der Heiligen Elisabeth. Es stammt von 1240 und wurde vom Fürsten persönlich in die Vitrine gestellt.
Durch eine zeitweilige Klimaschleuse kommt man in die Ausstellung. Mit der Elisabeth-Card kann man beide Ausstellungsteile betreten und am Folgetag noch weitere kulturelle Einrichtungen in Thüringen bis 18 Uhr besuchen.
Die 3. Thüringer Landesausstellung ist bis zum 19. November zu sehen und täglich von 8.30 Uhr bis 18 Uhr (letzter Einlass) geöffnet. Die Elisabeth-Card gib es an den Kassen der Landesausstellung.
Eigens zur Ausstellung wurde ein umfangreicher hochwertiger Katalog gefertigt, der u.a. Leben und Wirken der Heiligen darstellt.

Alexander Fürst zu Sayn-Wittgenstein mit seiner Leihgabe

Rainer Beichler |

Werbung
Top