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Bildquelle: Theater

«Born to be wild Teil III»: Mein wahres Herz …

Am Samstag 29. September um 19 Uhr hat mit „Mein wahres Herz ist anderwärts“ im Gewölbekeller der Alten Mälzerei (Jazzkeller) der dritte Teil der Triologie «Born to be wild» Premiere (ab 16 Jahren).
Nach der wilden Piratenbraut Anne Bonny im ersten Teil und den beiden berühmten Künstlerinnen mit mangelhafter Begabung im zweiten Teil, widmet sich die Schauspielerin Angret Engelmann nun der nächsten außergewöhnlichen Frauengestalt: der griechischen Hetäre Neaira.

In der geheimnisvollen und von unzähligen Kerzen beleuchteten Atmosphäre des alten Gewölbekellers der Mälzerei lässt sie die Hetäre Neairia, die berühmteste Prostituierte des griechischen Altertums, lebendig werden. «Mich interessiert das Zwischenmenschliche in diesem Gewerbe, das offenbar sehr vielschichtig sein kann. Ein Geflecht aus Bedürfnissen, Beziehungen, Wünschen und Abhängigkeiten.», erklärt Angret Engelmann, die das Stück selbst recherchiert, geschrieben und dafür bis zu 2000 Jahre alte Textfragmente verwendet hat.

«Hetäre» bedeutet «Gefährtin» und im Gegensatz zu den Dirnen, die es damals auch gab, waren die Hetären sozial anerkannt. Es war keineswegs verpönt, mit den schönen, gebildeten Frauen Umgang zu haben. Neaira lebte im 4. Jahrhundert vor Chr. Ihr „Berufsbild“ erforderte neben Liebestechnik und Schönheitspflege auch Kenntnisse in den Bereichen Kunst, Literatur und Musik. Politiker, Philosophen und Dichter schätzten die Qualitäten der geistvollen und wunderschönen Frau. Sie wurde zur Schlüsselfigur mehrerer Aufsehen erregender Prozesse, dank deren Dokumentation Neaira heutzutage die Prostituierte der Antike ist, über deren Lebensumstände die meisten Details bekannt sind. Von ihrem Leben, den Legenden und Gerüchten, die sich darum ranken, erzählt der lustvolle und spannende Abend rund um das älteste Gewerbe der Welt.

Karten für die Premiere im Jazzkeller der Alten Mälzerei sind im Vorverkauf beim Besucherservice in der Tourist Information (Creutznacher Haus) am Markt und an der Theaterkasse (Tel. 03691/256-233 und -219) erhältlich.

Rainer Beichler | | Quelle:

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