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Bronze für Burg Tannenberg

Vor fünf Jahren unterstützte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) die Mauerwerkssanierung der Außenmauer von Burg Tannenberg im Abschnitt zwischen der Zwingermauer und dem Burgtor mit 40000 Euro. 2010 stellte sie weitere 20000 Euro für die Mauerwerkssanierung am Rittersaal zur Verfügung. Für diese qualitätvoll restaurierten Teile der Burg in Nentershausen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg überbringt nun anlässlich der Wiedereröffnung der Biergartenterrasse am Dienstag, den 1. Mai 2012 Dr. Hilka Steinbach, DSD-Ortskuratorin Bad Sooden-Allendorf, eine Bronzetafel an den Ersten Vorsitzenden des Vereins der Freunde des Tannenberg e.V., Marc von Baumbach. Mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“ wird so auch nach den Baumaßnahmen an vorbildlichen Projekten das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der GlücksSpirale sichtbar bleiben und zu weiterer Unterstützung motivieren.

Auf einer Bergnase südlich des Dorfes Nentershausen erbaute Ludwig von Baumbach um 1349 auf langrechteckigem Grundriss mit schmalem Innenhof eine Burg. Die Anlage sicherte auf der östlichen Angriffsseite ein Halsgraben, eine Ringmauer und ein Flankenturm. Betreten konnte man die Burg an der Westseite durch ein Portal mit Zuggatter, von dem nur noch die Steinklammern erhalten sind. An der Südostseite des Hofes erhebt sich ein ursprünglich fünf – heute viergeschossiger Wohnturm aus dem 14. Jahrhundert. An seiner Ostseite ist ein vieleckiger Kapellenerker mit fünfteiligem Rippengewölbe auf Wanddiensten erhalten, auf dem Gelände außerdem ein Bau mit einer Fachwerkfront zur Hofseite aus dem Jahr 1690. Auf der anderen Seite des Hofes liegt der einstige Marstall, ein Steinbau aus dem Jahr 1546. Daneben lassen sich noch die Ruinen verschiedener Gebäude erkennen, so wie im Westen der Burg die Ruine eines Gebäudes, dessen Portal aus dem Jahr 1543 stammt. Darunter befindet sich ein Keller mit Gratgewölben auf einer Mittelsäule.

Zunehmender Wildwuchs verursachte an den Außenmauern der landschaftsprägenden Burganlage starke Schäden. Sie wird nun schrittweise saniert. Dabei muss das Mauerwerk freigelegt, von Pflanzenbewuchs befreit, teilweise wieder aufgemauert, verfugt und vernadelt werden.

Burg Tannenberg ist eines von über 120 Projekten, die die private Denkmalschutz-Stiftung seit ihrer Gründung 1985 dank privater Spenden und Mitteln der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Hessen fördern konnte. Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gehört dazu auch die Jakobikirche in Rotenburg an der Fulda.

Rainer Beichler | | Quelle:

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