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Bronzeskulptur von Ernst Abbe wird anlässlich seines 175. Geburtstages eingeweiht

Der in Eisenach geborenen Physiker und Sozialreformer Ernst Abbe wäre am 23. Januar 175 Jahre alt geworden. Eisenach widmet dem berühmten Bürger der Stadt anlässlich dieses Jubiläums am Donnerstag, 4. Juni, 10.30 Uhr, einen kleinen Festakt auf dem Theaterplatz. Dort wird eine lebensgroße Bronzeskulptur von Abbe enthüllt. Die Eisenacher Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste sind zu dieser Feier herzlich eingeladen.

Die Einweihung der Bronzeskulptur des Physikers ermöglichte die Ernst-Abbe-Stiftung Jena. Prof. Dr. Thomas Deufel, Vorstandsvorsitzender der Ernst-Abbe-Stiftung, wird das Denkmal der Stadt Eisenach an diesem Tag als Dauerleihgabe übergeben. Als Gast des Festaktes wird auch die Urenkelin von Ernst Abbe, Helga Eidmann, erwartet.

Die Abbe-Skulptur hat der Grafiker und Künstler Klaus-Dieter Locke aus Bad Berka geschaffen. Die Figur sitzt lebensgroß auf einer Steinbank, die künftig auf dem Vorplatz des Eisenacher Theaters steht. Die Skulptur hat die Ernst-Abbe-Stiftung in Auftrag gegeben, um die Forschungsarbeit und das unternehmerische und soziale Wirken ihres Namenspaten zu würdigen.

Ernst Abbe (23.01.1840 bis 14.01.1905) war Physiker und Optiker, innovativer Unternehmer und fortschrittlicher Sozialreformer. Er schuf zusammen mit Carl Zeiss und Otto Schott die Grundlagen der modernen Optik.

Abbe war aber auch das damals zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer herrschende Ungleichgewicht bewusst, zumal er selbst in seiner Jugend dies selbst erlebt hatte. Er gründete 1889 die Carl-Zeiss-Stiftung. Im Stiftungsstatut sind neben der wirtschaftlichen Sicherung der Stiftungsunternehmen unter anderem auch die “Erfüllung sozialer Pflichten gegenüber den Mitarbeitern” sowie die “Betätigung in gemeinnützigen Einrichtungen zu Gunsten der arbeitenden Bevölkerung Jenas” verankert. Die Verpflichtung der Stiftung gegenüber der Belegschaft schuf einen Arbeitsfrieden, der im deutschen Kaiserreich einmalig war.

Ernst Abbes Leben und sein Wirken sind bis heute eng mit seiner Geburtsstadt Eisenach verbunden. Seine Neuerungen und seine fortschrittliche soziale Haltung sind Eckpunkte des Lehrens und Lernens am Eisenacher Ernst-Abbe-Gymnasium.

Die Ernst-Abbe-Stiftung wurde 1992 zu Ehren Ernst Abbes aus dem nicht-industriellen Vermögen der Carl-Zeiss-Stiftung gegründet. Die Stiftung fördert Wissenschaft, Forschung und Innovation und dient sozialen Zwecken. Bei der Auswahl der zu fördernden Projekte achtet die Stiftung besonders auf die Verzahnung von Theorie und Praxis.

Lisa H. | | Quelle:

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  • Grummel

    Schön dass es wieder eine Erinnerung an Ernst Abbe in seiner Geburtsstadt gibt.
    Weniger schön ist, dass die Beiträge anscheinend niemand redaktionell bearbeitet. Die Schriftsprache sollte sich von der Umgangssprache, bei der der Genitiv gewöhnlich umgangen wird, unterscheiden. Es ist vermutlich keine Skulptur von Ernst Abbe. Er hatte sich seinerzeit nicht mit bildender Kunst beschäftigt. Gemeint war sicherlich eine Skulptur Ernst Abbes, oder?
    Zur weiteren kurzweiligen Lektüre kann ich Sebastian Sicks Ausführungen zum „Vonitiv“ empfehlen …

    • Gisela Rexrodt

      Ich hatte es nicht gewagt, das anzumerken, weil ich sonst wieder die „Lehrerin“ hätte raushängen lassen, wie so mancher meint, wenn ich so etwas schreibe. Aber: „Man gewöhnt sich an allem.“

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