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 | Bildquelle: CDU Wartburgkreis

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Bildquelle: CDU Wartburgkreis

CDU Wartburgkreis spricht sich für Erhalt identitätsstiftender Denkmale in der Wartburgregion aus

CDU-Kreisvorstand tagte im Schloss Barchfeld

Zu ihrer jüngsten Sitzung trafen sich die Mitglieder des Kreisvorstands der CDU Wartburgkreis im Stein’schen Schloss in Barchfeld. Sie kamen damit einer Einladung des Bürgermeisters der Gemeinde Barchfeld-Immelborn Ralph Groß nach, der ebenfalls Mitglied in diesem CDU-Gremium ist. Viele Tagesordnungspunkte, kommunale Themen und die Vorbereitung der Kreistagssitzung standen zur Beratung. Ein Hauptpunkt der Zusammenkunft in Barchfeld war der im Oktober anstehende Bürgerentscheid, wie mit dem Schlossensemble in Barchfeld weiter umgegangen werden soll.

Der Kreisvorstand der CDU Wartburgkreis spricht sich in diesem Zusammenhang für den Erhalt identitätsstiftender Denkmale in der Wartburgregion aus und hat hierzu einstimmig folgende Positionierung gefasst:

Die CDU Wartburgkreis steht für die Bewahrung des kulturellen Erbes in der Wartburgregion. Kulturgüter und Traditionen zu erhalten und damit Identität zu stiften, sind von besonderer Bedeutung im ländlichen Raum. Gerade in Zeiten der Globalisierung und der aktuellen Debatte um Zuwanderung ist es wichtig, dass sich die Menschen vor Ort mit ihrer Heimat und ihrer Geschichte identifizieren können. Ausdruck unserer reichhaltigen Heimatgeschichte sind die Brauchtümer und Denkmale in unserer Städten und Gemeinden. Deren Schutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, um auch künftigen Generationen eine identitätsstiftende Heimat bieten zu können. Dies gilt im Besonderen auch für das Landgräfliche Schloss und das Stein’sche Schloss in Barchfeld. Es sollte Aufgabe nicht nur der Gemeinde Barchfeld-Immelborn sondern aller beteiligten Akteure sein, Lösungen für die Zukunft der Schlösser zu suchen. Die CDU Wartburgkreis spricht sich daher für den langfristigen Erhalt dieser ehemaligen Residenzen mithilfe von Landes-, Bundes- und Europamitteln aus. In Bezug auf den bevorstehenden Bürgerentscheid ist es eine demokratische Selbstverständlichkeit, den mehrheitlichen Willen der Bürger zu respektieren. Ein Investitionsstopp wäre aus Sicht der CDU jedoch bedauerlich, da hierdurch ein schleichender Verfall der Schlösser und damit ein weiterer Verlust des kulturellen Erbes in Barchfeld und in der Region verbunden wären. Die große Chance auch für eine weitere positive Entwicklung des Ortsbildes sollte nicht vertan werden. Im Wartburgkreis gibt es einige richtungsweisende Beispiele, bei denen gerade auch durch das große Engagement der Bürgerschaft das auf uns gekommene historische und kulturelle Erbe erhalten werden konnte. Die Schlösser in Marksuhl, Dermbach und Geisa oder die Liboriuskapelle in Creuzburg sind heute wieder vielseitig genutzte, Identität gebende, sehenswerte Gebäude und nicht zuletzt eine werthaltige Bereicherung für die jeweiligen Ortsbilder.

CDU Wartburgkreis

Foto: CDU Wartburgkreis

In der gegenwärtigen Diskussion in der Bürgerschaft der Gemeinde spiegelt sich ja die grundsätzliche Debatte wieder, wie wir vor Ort mit unserem kulturellen Erbe umgehen. Von der CDU als bürgerlicher Partei und der mit Abstand stärksten politischen Kraft im Wartburgkreis wird von der Öffentlichkeit zu Recht eine Meinungsbildung und Meinungsäußerung hierzu erwartet. Es ist gut, dass die Einwohner der Gemeinde Barchfeld-Immelborn nun aufgerufen sind, sich intensiv über die künftige Nutzung der Barchfelder Schlösser Gedanken zu machen. Denn die Bewahrung und der Erhalt unseres gebauten Kulturguts geht alle etwas an. Dabei liegt auf der Hand, dass es Werte jenseits der ökonomischen Vernunft sind, die wir beim Schützen und Pflegen von Kulturdenkmalen anstreben. Mit jedem kleinen oder großen Erinnerungsgegenstand, den wir aufgeben, geht auch immer ein Stück Heimat verloren. Mit jedem erhaltenen Denkmal, seien es Schlösser, Kirchen oder andere Bauten, bewahren wir dagegen unsere Heimat und unsere Lebenskultur,

fasst der stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Marcus Malsch die Meinung des Kreisvorstandes zusammen.

Andrea T. | | Quelle:

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  • Christian

    Soso, identitätsstiftende, sehenswerte Denkmale… Merken die es eigentlich noch??? Aufgabe der Denkmalpflege ist es nicht, nur die hübschen Schlösschen mit Milliönchen zu verschönern!!!

    Hier im Land ist soviel marode, vor allem in den Köpfen der „Denkmalschützer“! Es werden unglaubliche Mengen an Steuergelder für Aufhübschmaßnahmen und teure Bauprojekte an Wartburg etc. ausgegeben während anderswo Fachwerkhäuser auf der Renaissance und Gotik verrotten! Teilweise mit Wissen und Billigung der Denkmalämter, teilweise aber auch durch bloße Ahnungslosigkeit bzgl. historischen Fachwerkhäusern!

    Scheinbar ist diese Kapitel der DDR-Politik noch sehr lebendig in den Köpfen, Altes wech, Neubau hin!
    Wir könnten mit 10% des jährlichen Etats der Denkmalpflege unglaublich viele Objekte sichern und zumindest dauerhaft bewahren, aber nein, es werden 500 000 € ausgegeben, um ein barockes Haus „müstergültig“ im Kern zu sanieren, während die Dachhaut eines danebenliegenden Hauses nicht für 50 Euro repariert wird. Gotische Fachwerkhäuser werden abgerissen, weil die Schwelle angegammelt ist: Reparatur: eigentlich nur 1000€, das Haus wäre die nächsten 100 Jahre standfest. Gutachter bestätigt Sanierungskosten von 300 000 Euro, Haus wird abgerissen. Das passiert schon seit Jahren hundertfach in Thüringen! Hauptsache die Wartburg wird zum Reformationsjahr für mehr als 2,5 Mio „aufgehübscht“.

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