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Der goldene Johann Sebastian Bach

Durch einen seltenen Zufall konnte das http://www.Bachhaus.de(Bachhaus Eisenach) eine einmalige Bach-Statue des Bildhauers Carl Seffner aus dem Jahr 1903 erwerben. Es handelt sich um eine frühe Vorstudie für das Leipziger Bachdenkmal, ein Unikat. Die 84 cm hohe Figur besteht aus massiver Bronze mit Vergoldung. Sie wird ab dem 17. Mai 2007 in der neuen Ausstellung im historischen Bachhaus zu sehen sein.
Die Skulptur wurde dem Bachhaus im Januar durch eine Kölner Galerie angeboten. «Die Möglichkeit eines solchen Erwerbs bietet sich in einer Generation nur einmal», sagt wissenschaftliche Mitarbeiterin Gisela Vogt. Verschiedene, auch ausländische Museen und Organisationen zeigten Interesse, doch der Eigentümer bevorzugte das Bachhaus Eisenach, das älteste Bachmuseum der Welt. Den fünfstelligen Kaufpreis konnte das Bachhaus überwiegend aus Spenden aufbringen, darunter Zuwendungen aus dem Kreis der Neuen Bachgesellschaft und Besucherspenden in Höhe von knapp 7000 € aus den Jahren 2004-2006. Das Bachhaus besitzt bereits verschiedene Werke Seffners, so die berühmte Bach-Büste von 1895 und einen Bronzeabguss des Originalschädels.

Das vor der Leipziger Thomaskirche stehende Bachdenkmal von 1908 ist zweifellos das bekannteste Werk des Leipziger Bildhauers Carl Ludwig Seffner (1861-1932).
Nach der Ausgrabung der Gebeine Bachs 1894 entstand zunächst 1895/96 Seffners anatomische Bachbüste, geformt nach den Schädelmaßen und aufgrund Berechnungen des Leipziger Anatomieprofessors Wilhelm His. Diese Büste bildete sodann die Grundlage für das Leipziger Bachdenkmal von 1908.
«Steht der Leipziger Bach eher strengmonumental, so zeigt die Studie von 1903 Bach frei stehend, mit der rechten Hand ausholend. Die Kleidung ist leger, die Weste nachlässig zugeknöpft. Die Gesichtszüge erscheinen freundlich und entsprechen deutlicher als diejenigen des Denkmals der Büste von 1895. Das Doppelkinn wird noch nicht durch ein ausladendes Halstuch verdeckt. Alles in allem eine bemerkenswerte Studie, die zeigt, dass die langen Diskussionen um den Entwurf diesen nicht unbedingt verbessert haben. Wir freuen uns sehr, dass wir unsere Sammlung um dieses Stück bereichern konnten», so Bachhaus-Geschäftsführer Jörg Hansen.
Die goldene Statue wird die Besucher künftig im Foyer des alten Bachhauses begrüßen.

Signum des Künstlers
Gisela Vogt mit ihrem Bach

Rainer Beichler | | Quelle:

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