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 | Bildquelle: Paul-Philipp Braun

Beschreibung:
Bildquelle: Paul-Philipp Braun

Eine beachtliche Ausstellung

Wer an Gerstungen denkt, der hat wohl einiges im Sinn. Von Storchennest über Schwimmplatz bis hin zum Sportplatz bietet die Gemeinde im westlichen Wartburgkreis einige schöne Ecken. Doch die Wenigsten wohl denken an eine riesige Kunstsammlung, die in den Räumen des alten Schlosses untergebracht ist.

Dort nämlich befindet sich das Heimatmuseum, welches seit dem ersten Mai seine Pforten wieder für Besucher geöffnet hat. Und zu sehen gibt es im alten Schloss reichlich, weiß Museumschefin Doris Drude:

Allein unsere geologische Sammlung umfasst rund 1 000 Exponate und zeigt damit die Ur- und Frühgeschichte in unserer Region auf. Noch größer aber ist die Sammlung der Werra-Keramik, die unser Haus beinhaltet.

Über 8 000 Stücke aus mehreren Jahrhunderten Töpfergeschichte im Werratal nämlich besitzt das Heimatmuseum Gerstungen. So viele, dass gar nicht alle in den Ausstellungsräumen in der zweiten und dritten Etage des Schlosses gezeigt werden können. Doch inzwischen ist gute Abhilfe geschaffen. Denn das Heimatmuseum ist fortschrittlich. Über das Programm „Digikult“ sind Doris Drude und ihre Kollegen vom Thüringer Museumsverband gerade dabei, alle Stücke aus dem Fundus zu digitalisieren und dann in einem interaktiven Katalog der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Das ist zwar eine Menge Arbeit dafür aber auch eine sehr zukunftsträchtige Angelegenheit, die den Bestand unseres Museums zunehmend festigt

sagt Drude im Gespräch mit EisenachOnline.de.

Doch neben Geologie und Keramik hat das Museum noch einige andere Exponate zu bieten. So ist es neben einem voll ausgestatteten Reichsbahn-Führungstisch auch ein buntes Sortiment an Uniformen aus vergangenen Zeiten, das die Gäste in dem Museum besichtigen und auch sich selbst einmal „anhalten“ können.

Das Heimatmuseum Gerstungen hat seit dem 1. Mai bis zum 31. Oktober täglich von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt für Erwachsene drei Euro und für Kinder einen Euro. Gruppen bezahlen pro Mitglied 2,50 Euro.

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Foto: Paul-Philipp Braun

Paul-Philipp Braun

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Foto: ©

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  • Christian

    Es ist immer wieder schön zu sehen, dass es noch tolle Museen in der Umgebung gibt. Was mir immer wieder zu denken gibt, ist der Umstand, dass die Ur- und Frühgeschichte zwar vertreten ist, aber scheinbar keinen hohen Stellenwert in großen Teilen der neuen Bundesländer genießt. Selbst spezialisierte Museen geben sich oft nicht die nötige Mühe. Auf die neuzeitliche Vergangenheit wird umso mehr Wert gelegt. Vielleicht liegt das an bestimmten Funktionären der Thüringer Kulturlandschaft oder daran dass es schon lange ein Schatzregal in Thüringen gibt und damit auch fast alles unter Verschluss gerät? Ich weiß es nicht.

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