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Eisenach feiert 120 Jahre Reuter-Wagner-Museum

Das Eisenacher Reuter-Wagner-Museum feiert am Sonntag, 18. Juni, ab 11 Uhr, sein 120-jähriges Bestehen mit einem bunten Programm. Eisenacher Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste der Stadt sind herzlich eingeladen, mitzufeiern.

Gegründet wurde das Reuter-Wagner-Museum am 20. Juni 1897. Es ist das älteste Museum der Stadt und heute Teil des Thüringer Museums Eisenach. Sein Entstehen ist vorrangig dem Engagement des Verlegers und Wahl-Eisenachers Joseph Kürschner zu verdanken, der sich für den Ankauf der Reutervilla durch die Stadt Eisenach im Jahr 1895 und den Ankauf der von Nicolaus Oesterlein zusammengetragenen Sammlung zu Richard Wagner einsetzte. Auf Grund seiner Verdienste wurde Kürschner von der Stadt Eisenach als erster Direktor des Museums auf Lebenszeit berufen.

Das Jubiläumsprogramm beginnt um 11 Uhr mit einem Geburtstagsständchen auf dem Horn. Der Eisenacher Musiker Jens Heinze wird dabei sowohl Werke des Schriftstellers Fritz Reuter wie auch des Komponisten Richard Wagner anklingen lassen, bevor die Leiterin des Thüringer Museums, Dr. Annika Johannsen, die Geburtstagsgäste begrüßt.

Von 11.30 Uhr bis 11.50 Uhr informieren unter dem Motto „Vom Wachsen und Werden“ der Eisenacher Architekt Max von Trott zu Solz und die Diplom-Bauingenieurin Manuela Hoppe (Stadtverwaltung Eisenach, Abteilung Hochbau) über den historischen Ursprung und die Perspektiven des Reutergartens.

„Zur Bedeutung der Eisenacher Wagner-Sammlung“ ist der Vortrag von Prof. Dr. Helen Geyer, Eisenach, überschrieben, der 12 Uhr beginnt. Die Musikwissenschaftlerin Prof. Dr. Helen Geyer referiert über eine der umfangsreichsten Sammlungen zu Richard Wagner weltweit. Die in der Reutervilla beheimatete Exposition umfasst mehr als 20 000 Exponate. Eine Auswahl aus diesem umfangreichen Bestand wird in der Dauerausstellung im Erdgeschoss des Museums gezeigt. Derzeit wird die Sammlung in einem gemeinsamen Projekt der Stadt Eisenach und der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, aufgearbeitet.

Anschließend ab 12.30 Uhr stellt Prof. Wolf-Günter Leidel, Weimar, 13 Opern Wagners kurz am Flügel vor.

Ab 13 Uhr spricht Dr. Cornelia Nenz, Neustrelitz, „Zur Bedeutung der Eisenacher Reuter-Sammlung“. Fritz Reuter, einer der bedeutendsten deutschen Dichter des 19. Jahrhunderts, geboren 1810 in Stavenhagen, ließ für sich und seine Frau Luise die Eisenacher Reutervilla als Alterswohnsitz erbauen. 1868 bezog das Ehepaar das Domizil am Fuße der Wartburg. Reuter verstarb 1874 in Eisenach, seine Frau Luise im Jahre 1894. Dr. Cornelia Nenz spannt einen Bogen von Stavenhagen nach Eisenach und zitiert abschließend ein Gedicht Reuters in niederdeutscher Sprache.

Den heiter-musikalischen Ausklang des Museumsfestes gestalten ab 13.30 Uhr Sabine Leidel und Silvia Doht, begleitet von Wolf-Günter Leidl am Klavier.

In den Pausen wird im Vorgarten Limonade, Sekt und eine kleine Auswahl an Konfekt angeboten. Voranmeldungen werden im Reuter-Wagner-Museum unter der Rufnummer 03691-743293 entgegengenommen. Es wird Museumseintritt erhoben (Erwachsene 4 Euro, ermäßigt 2 Euro). Die Veranstaltung wird unterstützt von den Fördervereinen Freunde des Thüringer Museums Eisenach e.V. und Reuter-Museen e.V.

Die Mitwirkenden

Jens Heinze arbeitet als Musiklehrer am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Ruhla. Er musiziert u.a. im Eisenacher Ensemble Hinz und Kunz`t am Klavier und auf dem Horn.

Max von Trott zu Solz studierte Architektur in Weimar und Rom. 1999 gründete er gemeinsam mit seiner Frau Frederike ein Architekturbüro in Eisenach. Als Bürger der Stadt engagiert er sich im Bauausschuss der Stadt Eisenach und in vielen anderen Projekten über Thüringen hinaus.

Prof. Dr. Helen Geyer ist Professorin der Musikwissenschaften an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Sie engagiert sich seitens der Musikhochschule in einem gemeinsamen Projekt mit der Stadt Eisenach bei der Aufarbeitung der Oesterlein-Sammlung des Reuter-Wagner-Museums und leitet darüber hinaus verschiedene wissenschaftliche Projekte. Sie publizierte vielfach zur Musik des 16. bis 20. Jahrhunderts.

Prof. Wolf-Günter Leidel war als Professor für Musiktheorie an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar tätig. Er arbeitet als Interpret, Komponist und Produzent. Sein besonderes Engagement gehört der Förderung spätromanischer Musik. Er ist Vorsitzender des Vereins vox coelestis e.V.

Dr. Cornelia Nenz leitete von 1993 bis 2015 das Fritz-Reuter-Literaturmuseum in Stavenhagen. Vielfache Publikationen und Arbeiten zu Fritz und Luise Reuter zeugen von ihrer umfangreichen wissenschaftlichen Arbeit. Dr. Cornelia Nenz engagiert sich seit ihrer Pensionierung unter anderem im Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern, dessen Vorsitz sie seit 2015 innehat.

Sabine Leidel und Silvia Doht studierten an der Hochschule für Musik Franz Liszt u.a. Blockflöte. Beide musizieren im Weimarer Blockflötenensemble conventus tibicinus.

Andrea T. | | Quelle:

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