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Erinnerungen an Leutnant Hellwig

Zum Internationalen Museumstag erinnerte das Hörselbergmuseum in Schönau an den «Husarenstreich» des Leutnants Hellwig. Im Museum ist dazu die Ausstellung «Napoleon und der Husarenstreich des Leutnants Friedrich Hellwig» zu sehen.
Anlass war der 200. Jahrestag der Schlachten bei Jena und Auerstedt. Die kleine Schau stellt ausgewählte Persönlichkeiten und Ereignisse von 1806 bis 1815 vor.
Gäste des Festes waren u.a. auch «echte» Sachsen-Coburg Jäger und «Soldaten» vom Erfurter Petersberg.
Unterhaltung bot der Männerchor 1822 Schönau und die Kinder des Kindergartens von Schönau.
Natürlich waren erneut die Backfrauen gefragt, die ihr Domizil im Museum haben. Die Freiwillige Feuerwehr Schönau half fleißig beim Museumstag mit.
Im Museum ist neben der Wechselausstellung, jetzt zu Hellwig, die Geschichte der Region und des Backens zu erleben.
Viele Fragen der Besucher gab es zum Husarenstreich: Am 17. Oktober 1806, nur wenige Tage nach Preußens Niederlage, gelang es dem Leutnant Friedrich Hellwig in Eichrodt bei Wutha mehrere tausend preußische Kriegsgefangene, die nach den Schlachten von Jena und Auerstedt in die Hände der französischen Sieger gefallen waren, zu befreien, berichtet die Chronik. Mit 50 freiwilligen Husaren und fünf Unteroffizieren habe er sich bei Eichrodt in einer Talsenke nahe des Hörselberges versteckt und den Gefangenenzug aufgelauert. Durch einen Überraschungsangriff in den Rücken des Zuges zersprengte er die französischen Bewachungstruppen, diese konnten kaum Widerstand leisten. Die 4000 Gefangenen konnten ohne große Verluste befreit und ihnen eine lange Gefangenschaft erspart werden.
Zur Erinnerung an die Tat wurde auch das Hellwig-Denkmal bei Wutha errichtet.

Die Sachsen-Coburg Jäger rücken ein

Rainer Beichler |

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