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„Frühstück mit Porzellangeschichten aus Thüringer Manufakturen“

„Frühstück mit Porzellangeschichten aus Thüringer Manufakturen“ – diese Veranstaltungsreihe im Thüringer Museum Eisenach wird aufgrund des großen Zuspruchs im Jahr 2011 fortgesetzt: An jedem ersten Sonntag eines neuen Quartals sind Gäste – nach Voranmeldung – herzlich eingeladen, in der Belétage des Barockschlosses am Markt ihr Frühstück einzunehmen und sich über die Welt der Porzelliner berichten zu lassen.

Die Termine für 2011 sind die Sonntage: 9. Januar, 3. April, 3. Juli und 2. Oktober.

Da die Plätze begrenzt sind, wird um ein Anmeldung beim Museum am Markt (Telefon 03691/670-453) gebeten. Der Preis beträgt pro Person 8 Euro und beinhaltet eine Führung durch das Museum sowie ein Frühstück. Die Veranstaltungsreihe wird in Kooperation mit dem Förderkreis »Thüringer Museum Eisenach e.V.” angeboten.

Den Auftakt der Sonntagsveranstaltung bildet eine Führung durch die Porzellan-Ausstellung „Reise durch das Rokoko – Die Erfindung des Weißen Goldes in Thüringen vor 250 Jahren“ im Schloss. Dabei erfahren die Gäste Wissenswertes über die Porzellanerfindung im 18. Jahrhundert und darüber hinaus über die heutigen Porzellanmanufakturen. Die Exposition ist in den historischen Räumlichkeiten des Schlosses zu sehen. Frühe Manufakturstücke wie auch die Audienzgemächer in der Belétage stammen aus derselben Stilepoche – dem Rokoko.

Anschließend nehmen die Gäste an einer Tafel zum gemeinsamen Frühstück Platz. Die Tafel ist gedeckt mit Thüringer Porzellan aus Manufakturen, die heute noch praktizierenden. Dazu gehören unter anderem die Manufakturen Kämmer, Reichenbach und Kahla, die moderne Porzellangedecke für diese Veranstaltung zur Verfügung stellen. Eine Besonderheit stellen die Räumlichkeiten und das Ambiente dar, denn das Frühstück wird eingenommen in den ehemaligen Repräsentationsräumen des Herzogs von Sachsen-Weimar und Eisenach. Die Räume bezaubern durch aufwändig stukkierte Decken, Fußböden, die mit edlen Hölzern belegt sind und dazu passende Türen und Fenster.

Thüringer Porzellan-Manufakturen
1900 wurde der Grundstein für die Porzellanmanufaktur Reichenbach in der thüringischen Stadt gleichen Namens gelegt. Gefertigt wird hochwertiges Gebrauchsgeschirr gemäß dem Motto „Alte Handwerkskunst trifft modernes Design“. Kunsthandwerker bemalen seit 1830 den weißen Porzellanscherben von Hand. Namhafte Designer wie Paola Navone, Gerd Sommerlade oder Christine Klauder entwickeln einzelne Geschirrserien – die Tradition verbindet sich mit der Moderne. Neben den Serien „Taste“ und „Colour“ entstand das Replik eines Services von Henry van de Velde. Der Jugendstilkünstler hatte es 1914 für die Burgauer Porzellanmanufaktur entworfen.

Seit 1844 wird in Kahla Porzellan hergestellt. 1994 erfolgte eine Neugründung der Firma. Das Unternehmen produziert Artikel für Haushalt, Gastronomie, Hotellerie und Werbeporzellan für Firmen unter dem Slogan „Design mit Mehrwert“. Das Markenzeichen Kahlas ist innovatives Design, Flexibilität und Multifunktionalität. Innovation genießt Priorität: Stetig verbesserte Formen gehen mit ständig modifizierten Dekoren und Herstellungsprozessen einher. Das Erscheinungsbild von Kahla Porzellan wird zunehmend durch Materialkombinationen geprägt. Ein zukunftsweisender Weg – die Firma hat bislang 69 internationale Designpreise errungen.
In der Firma Christel Kämmer Kunsthandwerk in Volkstedt wird jedes Stück von Hand gefertigt. Kunden können sich nicht nur das Dekor in einem Katalog auswählen sondern auch eigene Ideen in Auftrag geben. Mit dem Slogan »Geschenke statt Rosen” machte die Firma unlängst werbewirksam auf sich aufmerksam. Gemäß der Firmenphilosophie wird auf eine Verbindung zwischen traditionellem Formengut und innovativer Fertigung geachtet.

Anlass für die Frühstücksreihe, die 2010 begonnen wurde, ist die Porzellan-Ausstellung im Schloss am Markt, die anlässlich des landesweiten Projekts »250 Jahre Porzellanland Thüringen” konzipiert wurde.

Weitere Auskunft zur Reihe „Frühstück mit Porzellangeschichten“ gibt das Thüringer Museum Eisenach, Markt 24, Telefon 03691/670 453.

Rainer Beichler | | Quelle:

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