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Für den Fortbestand des Theaterchores

mit erschrecken finde ich folgendes auf der homepage des landestheaters! mir ist erst jetzt bewusst geworden wie es tatsächlich ums theater steht und was für hinterhältige versager in stadtrat und kulturamt weilen… nichts ist sicher. wenn es weiter so geht, kann eisenach bald die pforten schließen. worauf berufen sich die politiker? auf die nich vorhandene kooperation? will man den finanziellen ausbeuter meiningen? will man den standort eisenach abschießen? will man opern ohne chor? wunder gibt es immer wieder. nicht in eisenach -.

„Erfreut haben wir festgestellt, daß fast alle Parteien und Gruppierungen das Thema„ THEATER„ im Wahlprogramm haben. Deshalb bitten wir um Hilfe, daß die jetzige Struktur des Theaters nicht zerschlagen wird, sondern die am 10.05.2003 vom Stadtrat beschlossene Kündigung des Chores ( mit sehr geringer Mehrheit ) noch einmal überdacht wird, da sich die damaligen Umstände völlig geändert haben.
Wie uns mitgeteilt wurde, wird es bis zum Jahr 2007 keine Kooperation mit Meiningen geben; so daß die Gründe für die Kündigung des Chores hinfällig sind.
Somit sind die mehrfachen Begründungen von Frau Lieske und Herrn Oberbürgermeister Schneider ( Chorkündigung nur wenn es zur Kooperation kommt und Orchesterstellen in Meiningen abgebaut werden ) nicht eingehalten wurden.
Der Spielplan für die nächste Spielzeit enthält auch Stücke mit Chor ( „Zauberflöte„, „Tannhäuser„z.B).
Uns ist nicht klar, warum in diesem Fall unser Chor in die Arbeitslosigkeit entlassen werden muß. Es entstehen enorme Kosten z.B.

ARBEITSLOSENGELD ( ab 1. Januar 2005 von Kommune zu zahlen ) ABFINDUNGEN ÜBERGANGSGELDER ERHEBLICHE PROZESSKOSTEN WENIGER STEUERN IN`S STADTSÄCKEL

Anstelle unseres Chores sollen „FREIE GRUPPEN„ engagiert werden, die auch enorme Kosten verursachen z.B.

GAGEN
HOTELKOSTEN
FAHRTKOSTEN

Es ist nicht nachgewiesen, daß diese „FREIEN GRUPPEN„ kostengünstiger sind als der Hauschor, sofern überhaupt welche gefunden werden ( in Gera hat es nicht geklappt ). Und gerade Stücke mit Chor werden vom Publikum gut besucht.
Die Konzepte, den Chor mit jetzigen zur Verfügung stehenden Geldern zu erhalten, sind nie geprüft worden z.B.
Einsparung in allen Sparten ( 4 Stellen im Chor wurden bereits eingespart ) Haustarifverträge, die es in allen Thüringer Theatern außer Erfurt und Eisenach gibt. Auch Meiningen verhandelt darüber, um alle jetzt vorhandenen Sparten zu erhalten.

WIESO GEHT DAS IN EISENACH NICHT???

Wir verstehen nicht, daß der Stadtrat dem jetzigen Konzept zugestimmt hat, da er ja genau dieses schon einmal abgelehnt hat ( Bosshart – Lorenz Konzept ) Bei Reduzierung auf 16 Stellen wäre der Chor noch voll arbeitsfähig; es könnten in Eisenach weiterhin Operette, Musical und Spieloper, also Theater für Publikum angeboten werden, nicht wie in Meiningen, wo schon über tausend Anrechte gekündigt wurden.
Eisenach soll in Augenhöhe zu Meiningen gebracht werden. Wie ist das zu verstehen? In Meiningen gibt es bereits einen 40% igen Publikumsrückgang, während Eisenach Zuschauerzuwachs zu verzeichnen hat.
Auch in Meiningen haben wir bei unseren Gastspielen („Bunbury„) ein volles Haus und begeistertes Publikum.

WAS HEISST ALSO „AUGENHÖHE„???

Wir glauben, daß mit dem „Opfer„ von 18 Existenzen das Theater nicht gerettet wird.
Wir bitten um Hilfe, die jetzige Spartenaufteilung zu erhalten, um weiter vor vollem Hause spielen zu können, damit unser Theater nicht so leer wird wie das Eisenacher Schwimmbad.“

Rainer Beichler |

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