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Ganz Deutschland war zum Wandern in Eisenach

Wandern auf Luthers Spuren, mit diesem Motto des Deutschen Wandertages versuchte die Stadt Eisenach ihre beiden Großereignisse im Jahr 2017 – das Reformationsjubiläum und den Wandertag – Thematisch näher aneinander zubringen. Spätestens seit letztem Mittwoch war es soweit, die Zahl der Wanderschuhe und Wanderhüte, die sich in der Eisenacher Innenstadt versammelten, war unüberschaubar. Begannen die ersten Tage des 117. Deutschen Wandertages noch in strömendem Regen, wurde das Wetter, gemeinsam mit der Stimmung auf den zahlreichen Wandertouren, Bühnen, der Tourismusbörse und den unzähligen Veranstaltungen im Rahmen des fünftägigen Festes immer besser. Wie hätte der Wandertag auch standesgemäßer beginnen sollen, fiel doch auf dem letzten Wandertag 2016 im sächsischen Sebnitz, die Präsentation Eisenachs auch dank eines Wolkenbruchs völlig ins Wasser. Wenn man dieser Theorie traut, kann sich die Stadt Detmold, als Gastgeber 2018 schon jetzt auf einen schönen Sommer freuen.

Seit Mittwoch gab es auf allen vier Plätzen, welche die Eisenacher Innenstadt umgeben ein buntes Rahmenprogramm. Auf dem Johannisplatz lud das Eisenacher Spitz-Entertainment zu einer kleinen 90er Party, musste doch die große Veranstaltung im Aquaplex ausfallen. Auf dem Theaterplatz gab es griechische Liedkunst in Dauerschleife, vor dem Steigenberger am Karlsplatz spielten Saxazz und Los Cuban Boys und auf der Markbühne spielte am Freitag, während des Late-Night-Shoppings eine Beatles-Cover-Band. Außerdem live und handgemacht mit eigenen Songs, Alexander-Blume mit seiner Jazzband und die Folkband Spätlese, die am Sonntagabend das Ende des Wandertages einläutete. Leider nicht in Stammbesetzung, spielten sie dennoch ein erlebenswertes und tanzbares Konzert. Kurz danach ertönten bereits die ersten Ratschen der Abbautrupps, welche schon in der Nacht begannen die Bühne auf dem Markt und die zahlreichen Zelte auf der Esplanade abzubauen. Hier war die Tourismusbörse untergebracht, die ab ihrer Eröffnung am Donnerstag viele Einblicke in europäische und deutsche Wanderrouten bot.

Neben den täglichen Sportübungen für die belasteten Waden der Wanderer, nutzten regionale Vereine die Chance, sich, Eisenach und Thüringen dem weitgereisten Publikum auf der Marktbühne zu präsentieren. Das Angebot reichte hier von dem Rennsteig Verein bis zum Erfurter Luftwaffenmusikkorps. Auf besondere Aufmerksamkeit stieß der Einfall, an zahlreichen Laternen und Masten im Stadtgebiet ausgediente Wanderschuhe aufzuhängen. Ein schönes Detail städtischer Kreativität, die man sich in Eisenach auch außerhalb eines Großereignisses wünschen möchte.

Trotz des vielfältigen Rahmenprogramms liegt der eigentliche Fokus auf den dutzenden stattfindenden Wanderungen im gesamten Stadt- und Kreisgebiet. Größtenteils waren diese ausgebucht. Besseres Marketing für die Region kann es kaum geben, als begeisterte Touristen durch die einmalig schönen Wälder Eisenachs und des Wartburgkreises zu führen. Speziell hierfür arbeiteten im Vorfeld Stadt und Kreis eng zusammen, Parkplätze wurden ausgebaut, Toiletten installiert, Wege instandgesetzt, Beschilderung verbessert und Bänke gebaut. Insgesamt ein beachtenswertes Ergebnis. Das Forstamt stellte an vielen Wanderwegen farbenfrohe Bilderrahmen auf, deren Infotafeln allerlei Walddetails verrieten. Einziges Problem stellte die noch bis Donnerstag unpassierbare Drachenschlucht dar, dank dem schnellen Einsatz des Forstamtes, wurden durch die Aufräumarbeiten aber nur wenige Wanderungen betroffen. Am Freitag war sie wieder voll passierbar und staunende Touristen erlebten die Einmaligkeit dieser Schlucht. Was wäre der Eisenacher Wald ohne seine wunderschöne Drachenschlucht.

Foto: © Michael Schenk

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Michael Schenk |

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