Eisenach Online

Werbung
 | Bildquelle: Dohmen/Theater Eisenach

Beschreibung:
Bildquelle: Dohmen/Theater Eisenach

GESPENSTER – Henrik Ibsens Familiendrama am Theater Eisenach

«Leben heißt – dunkler Gewalten Spuk bekämpfen in sich.» Von diesen dunklen Gewalten, die im übertragenen Sinne wie Widergänger immer wieder auf die Erde zurückkehren wollen, erzählt Ibsen in seiner wohl berühmtesten Familientragödie «Gespenster».
Durch seine präzisen Portraits gelingt es dem Autor eine von Vertuschung geprägte, eindringliche Verhörsituation zu erzeugen. Je mehr Licht dabei in die Vergangenheit dringt, desto mehr verdunkelt sich die Gegenwart. Ein dramatisch-kriminelles Geschehen um sexuelle Übergriffe, falsche Pietät, Käuflichkeit und tödliche Krankheit. Fünf grundverschiedene Gestalten hat Ibsen dazu auf engstem Raum verhängnisvoll ineinander verstrickt. Fünf Personen von hoher Charakterisierungsmacht: Frau Alving (Marianne Thielmann), die Witwe des Hauptmanns und Kammerherrn Alving, Osvald, ihr Sohn (Roman Weltzien), Pastor Manders (Hans-Joachim Rodewald), Tischler Engstrand (Reinhard Bock) und Regine Engstrand (Dagmar Geppert), im Hause bei Frau Alving.
Diese fünf scheinen nur lose miteinander verbunden und sind doch alle Teil derselben folgenschweren Lebenslüge.
Witwe Alving lässt zu Ehren ihres angesehenen, seit zehn Jahren toten Mannes auf ihrem Landgut ein Asyl errichten. Ihr Geschäftspartner in dieser Angelegenheit ist Pastor Manders. Der einst geliebte Jugendfreund hat seit Jahren jeden Kontakt zu ihr vermieden. Zur Einweihung des Asyls kehrt ihr Sohn Osvald, einziger Lebensinhalt seiner Mutter, aus Paris zurück. Doch er trägt die Symptome einer Krankheit, die die Vermutung nahe legen, dass Osvald die Geschlechtskrankheit seines Vaters geerbt hat.
Wie Gespenster kehren Lebenslügen aus der Vergangenheit zurück und entlarven das bürgerliche Familienidyll als Ort eines moralischen Abgrunds.
In konzentrierter Atmosphäre und bezwingender Emotionalität setzt der 25-jähgire Burgtheater-Regisseur Rudolf Frey die scharf konturierten Gestalten dieses Klassikers in Szene.
Ibsens Schauspiel am Samstag, 18. April 2009, 19.30 Uhr im Landestheater Eisenach
Karten an der Theaterkasse: 03691-256219 und in der Tourist-Information: 03691-792336.

Foto: ©Dohmen/Theater Eisenach

Foto: ©Dohmen/Theater Eisenach

Rainer Beichler | | Quelle:

Werbung
Top