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Gesundheitsprojekt am ASG Ruhla

Sportunterricht der anderen Art erlebte die Klasse 5a des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Ruhla. Zukünftige Absolventen der Medizinischen Akademie für Physiotherapie Bad Salzungen (Internationaler Bund (IB) und Asklepios Bildungsstätte) «therapierten» sie in der vergangenen Woche in der Ruhlaer Turnhalle.

Die erste neue Erfahrung für unsere Schulkinder war das gemeinsame Arbeiten mit dem Schwungtuch. Dieses erfordert Zusammenarbeit, viel Koordination und Aufmerksamkeit aller Teilnehmer und machte jede Menge Spaß!

Anschließend arbeiten die Kinder und Physiotherapeuten gemeinsam in mehreren Gruppen.
In der Laufschule erfuhren die Gymnasiasten, wie die Körperhaltung und das richtige Aufsetzen der Füßen den Gang beeinflussen kann. Dafür mussten sie eine Hindernisstrecke überwinden und dabei verschiedenste Aufgaben lösen. Da die Schüler diese Aufträge schnellstmöglich erfüllen wollten, mussten sie oft von den Betreuern gebremst werden. Denn auf die richtige Haltung und Ausführung kam es an und nicht auf das Tempo.

In der Rückenschule stand das rückenschonende Tragen des Schulranzens im Mittelpunkt. Überrascht waren die Therapeuten darüber, dass die meisten Schüler wussten, wie man den Ranzen richtig trägt. Aber diese Art die Schulmappe zu tragen, «wäre nicht cool», meinten 5-Klässler und deshalb würden sie sich oft nicht daran halten. Die Physiotherapeuten hatten jedoch ein paar Anschauungstafeln mitgebracht, auf welchen die Kinder erkennen konnten, wie ein Rücken später aussehen könnte, wenn er durch nachlässiges Tragen des Schulranzens ständig falsch beansprucht wird.

Beim Arbeiten mit den Pezzibällen kam es vor allem darauf an, das Gleichgewicht zu halten. Die meisten Übungen waren für die Kinder neu. Deshalb kam es auch öfters zu kleineren «Abstürzen» von den Bällen, wenn die Aufgaben nicht gleich beim ersten Mal klappten. Da dies meist ziemlich lustig aussah, wurde reichlich gelacht.

Schwieriger gestaltete sich nun das Fahren auf den Pedalos. Die Therapeuten hatten jede Menge zu tun, um die Schüler bei ihren ersten Versuchen im Rhythmus und im Gleichgewicht zu halten. Höhepunkt waren die Partnerübungen mit Stäben, Luftballons und Seilen, welche die Kinder überraschend gut bewältigten.

Das Balancieren auf Therapiekreiseln war die letzte Aufgabe für die Schüler. Wie immer standen die Studenten den Kindern hilfreich zur Seite und sicherten sie ab. Ziemlich schnell gewöhnten sich die Schüler an das neue Übungsgerät und wurden immer mutiger. Doch beim Lösen von Zusatzaufgaben z. B. auf einem Bein das Gleichgewicht halten und dabei sich mit dem Partner einen Ball zu zuwerfen, erkannten die Studenten sofort die Bewegungstalente.

Zum Abschluss dieser Sportstunde begaben sich Schüler und Therapeuten auf eine Fantasiereise in die nächsten Sommerferien. Völlig entspannt lauschten sie der Geschichte und der Musik und ließen diese Veranstaltung ruhig ausklingen.

Für die Schüler und die zukünftigen Physiotherapeuten war es ein besonderes Erlebnis und beide Seiten wünschten sich eine Wiederholung eines solchen Projektes. Die Kinder haben die Arbeit mit den jungen Studierenden genossen, viele neue Übungen und Geräte kennen gelernt und jede Menge Spaß dabei gehabt.

Die Therapeuten staunten über das große Interesse der Kinder und ihre umfangreichen Vorkenntnisse. Beeindruckt waren sie auch von der Offenheit und Kontaktfreude, mit welchen ihnen die Kinder gegenübertraten. Gemeinsam erlebten sie mit den 5-Klässlern eine außerordentlich interessante und fröhliche Sportstunde.

Inka Ihling
(Sportlehrerin am ASG Ruhla)

Rainer Beichler | | Quelle:

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