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Hessen unterstützt die Thüringer Landesausstellung

Am 8. September trafen sich auf der Wartburg zum zweiten Mal Vertreter des Thüringer Kultusministeriums, des Hessischen Kunstministeriums, der Elisabeth-Orte in Thüringen, Hessen und Sachsen-Anhalt, der Kirchen, der für Thüringen und Sachsen-Anhalt zuständigen Tourismusgesellschaften und das Mitarbeiterteam der 3. Thüringer Landesausstellung 2007, um sich über den Stand der Vorbereitungen zum Jubiläumsjahr auszutauschen. Ziel ist es, neben dem zentralen Anlaufpunkt Wartburg ein ausgewogenes Netzwerk von Ausstellungen und Veranstaltungen zu bieten, deren Termine in einem touristischen Programmführer koordiniert werden sollen. Während von kirchlicher Seite vor allem an Vorträge, karitative und diakonische Aktionen, Jugendcamps sowie geistliche Höhepunkte gedacht wird, entstehen in den Kommunen touristische Angebote, die von der Pilgerwanderung bis zu Konzerten und Theateraufführungen reichen. Ohne an dieser Stelle alle Ideen und Pläne der Beteiligten im Einzelnen zu nennen, darf man insgesamt auf ein ereignisreiches Elisabeth-Jahr hoffen.
Zu den teilweise schon demnächst anlaufenden Projekten wie einem Schüler- und Studenten-Fotowettbewerb oder einem bildhauerischen Vorhaben für die Wartburg gesellen sich der Abschluss eines Kooperationsvertrages mit der Thüringer Tourismus GmbH, der auch eine Sonderedition der Thüringen – Card für die Landesausstellung vorsieht, und die Vorbereitung von Medienpartnerschaften. Wie den Ausführungen von Prof. Werner, FSU Jena, zu entnehmen war, wurde auf universitärer Ebene der enge Kontakt mit ungarischen Wissenschaftlern angebahnt. Im März 2006 findet auf der Wartburg eine internationale Tagung zum Ausstellungsthema statt, in Marburg wird man sich im März 2007 zur Tagung zusammenfinden, die sich dem Hospitalwesen und dem Wallfahrtsort Marburg widmet.
Besonders hervorzuheben ist die Kooperationsbereitschaft des Landes Hessen, das zugunsten Thüringens auf eine eigene Landesausstellung verzichtete und die großzügige Gewährung von wertvollen Leihgaben in Aussicht stellte. Zudem will sich das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst trotz bestehender Konzepte zu eigenen Projekten und Aktivitäten mit 150.000 € an den Kosten der Thüringer Landesausstellung beteiligen. Bei der angespannten Haushaltslage der Länder darf man dies als außerordentliche Geste nachbarschaftlichen Wohlwollens werten.

Rainer Beichler |

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