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Bildquelle: Theater

«Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehn» – ZARAH 47

Wer kennt sie nicht, die Lieder der Diva mit der sonoren Stimme. Zarah Leander, der Weltstar, der seine ersten Lorbeeren in ihrer schwedischen Heimat erntete, entdeckte bald, dass sie mit ihrem betörend erotischen Timbre viel Geld verdienen konnte. Dabei war ihr egal, für wen sie sang.. «Der Wind hat mir ein Lied erzählt», «Davon geht die Welt nicht unter» oder «Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehn» waren Liedtexte, in schmeichelnde Melodien gebettet, die jeder mitsingen konnte, die in den harten Kriegszeiten nicht nur für die Soldaten an der Front zu Strohhalmen wurden, an denen sie sich emotional festhielten. Zarah Leander, die faszinierende Diva mit dem leuchtend roten Haar, die bis zur Niederlage der Hitler-Armee bei Stalingrad ihren horrend gut bezahlten Ufa-Vertrag treu einhielt, kehrte, als ihr der Boden im bombardierten Berlin zu heiß wurde, 1943 in ihre schwedische Heimat zurück. Für ihre Landsleute, die früher wegen Zarah Leanders großer internationaler Popularität stolz auf den Weltstar waren, galt sie nun als Schandfleck der schwedischen Nation. Ihren Geburtstag am 15. März 1947 verbringt sie auf ihrem Landgut Lönö an der schwedischen Ostseeküste. Gespannt hofft sie auf viele Gratulanten und auch auf ihr großes Comeback. Das lässt nicht mehr lange auf sich warten…

Das Musical «Zarah 47» von Peter Lund ist eine Collage aus Originalzitaten, fiktiven Texten und unvergesslichen Liedern, in der sich die Persönlichkeit einer zutiefst widersprüchlichen Frau entwickelt. Die Sängerin Elke Hartmann, die bereits vor zwei Jahren als Marlene Dietrich überzeugte und danach als Renate Krautkrämer in «Petticoat und Minirock» dem Publikum Lachtränen in die Augen trieb, zeigt einen weiteren Aspekt ihrer sängerischen und darstellerischen Vielseitigkeit, indem sie sich – unter der musikalischen Leitung von Kurt Böhm und in Kostümen von Martina Helbing – als faszinierende Künstlerin und politikblinde Opportunistin Zarah Leander präsentiert. Regie führt Gabriel Diaz, der junge Regisseur aus Venezuela, der am Landestheater Eisenach nicht nur mit großem Erfolg die Oper «Endstation Sehnsucht» inszenierte, sondern eben auch «Marlene» und der mit «Ein Käfig voller Narren» sowie «Petticoat und Minirock» von Presse und Publikum umjubelte Inszenierungen schuf.

Bei «Zarah 47 – Das totale Lied», sitzt das Publikum an Tischen mit auf der Bühne und kann bei einem Glas Wein das Geschehen aus nächster Nähe erleben.

Karten für die Veranstaltung sind an der Theaterkasse, Tel.: 03691-256219 erhältlich.

Rainer Beichler | | Quelle:

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