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Jahresmotto 2009:
„Eisenach – die Wartburgstadt: Welterbe, Weltkultur, Weltgeschichte“

Mit diesem Leitgedanken wird darauf hingewiesen, dass Eisenach auch als Geburtsstadt Johann Sebastian Bachs und als Martin Luthers „liebe Stadt“ eine Rolle spielt, die weit über Deutschlands Grenzen hinaus wirkt. Das Jahresthema wird auf vielerlei Weise zu erleben sein – ein attraktiver Jahres-Veranstaltungskalender liegt vor.

Mit dem Bau der Wartburg 1067 geriet Eisenach erstmals auch weit über die Region hinaus in den Fokus. Die Ludowinger, die von hier aus regierten, gehörten zu den zentralen europäischen Herrscherhäusern des Mittelalters. Mit ihrem Namen untrennbar verbunden ist die Heilige Elisabeth die für die Erneuerung der Glaubenswelt im 13. Jahrhundert steht und bis heute weltweit verehrt wird. Sie lebte von 1211 bis 1227 auf der Wartburg.

Noch stärker als Elisabeth hat ein anderer die christliche Welt verändert, dessen Leben und Wirken ebenso eng mit Eisenach verbunden ist: Martin Luther. Hier verbrachte er seine Schulzeit (1498 bis 1501). Seine stärkste Schaffenszeit, in der er das Neue Testament ins Deutsche übersetzte, verbrachte er von 1521 bis 1522 auf der Wartburg. Luthers Übersetzung war die Grundlage für eine einheitliche deutsche Schriftsprache. Seine Spuren sind in Eisenach an vielen Stellen zu entdecken.

So wie Luther die Glaubenswelt, revolutionierte ein anderer die Musikwelt: Johann Sebastian Bach. Das Denkmal, das dem 1685 in Eisenach Geborenen gewidmet ist, wurde 1884 (vor 125 Jahren) eingeweiht. Es steht am Frauenplan vor dem Bachhaus, dem weltweit ersten Museum, das dem Komponisten gewidmet wurde und das erst 2007 grundlegend neu gestaltet und erweitert wurde.
Auch Georg Philipp Telemann wirkte in Eisenach. 1708 bis 1712 war er hier Konzertmeister, später Kapellmeister des Herzogs. Er komponierte hier zahlreiche Werke und nannte Eisenach seine „hohe Schule“.

Für die deutsche Nationalgeschichte als Erinnerungsort unverzichtbar ist das Eisenach des 19. Jahrhunderts. Hier tagte 1859 (150 Jahren) jener Ausschuss, der die Gründung des Deutschen Nationalvereins vorbereitete, der wiederum Keimzelle des parteipolitischen Liberalismus war.
Zehn Jahre später, 1869, wurde Eisenach mit der Gründung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) durch August Bebel und Wilhelm Liebknecht zur Wiege der deutschen Sozialdemokratie.

Dem politisch geprägten 19. folgte das industriell dominierte des 20. Jahrhundert in Eisenach: Die Wartburgstadt ist der drittälteste Automobilbaustandort Deutschlands. 1899 (vor 110 Jahren) verließ das erste in Eisenach gefertigte Auto die Werkhallen. 1929 rollte unter der Wartburg das erste Automobil der Marke BMW vom Band. Es folgten „Wartburg“-Autos und seit 1991 produziert Opel in Eisenach.

Das älteste und beeindruckendste Symbol Eisenachs ist jedoch die Wartburg. Zahlreiche berühmte Personen und Ereignisse der Geschichte und Kultur sind mit diesem Ort verknüpft: Zu nennen sind beispielsweise die Heilige Elisabeth, der Sängerkrieg – von Richard Wagner in der berühmten „Tannhäuser-Oper“ verewigt -, Martin Luther sowie das Wartburgfest der Burschenschaften 1817 mit seinem frühen Ruf nach Demokratie und einem geeinten Deutschland.
Die Wartburg blieb auch in den Jahren der deutschen Teilung stets ein Symbol für den Wunsch nach Einheit. Die Aufnahme der Burg in das „UNESCO-Welterbe“ 1999 ist für sie und die Stadt Würdigung und Verpflichtung zugleich.

Weltkultur und Weltgeschichte authentisch erleben
All diese Ereignisse und Personen und sind in Eisenach authentisch zu erleben – nicht nur auf der Wartburg, im Bachhaus und im Lutherhaus, sondern auch im Automobilbaumuseum und in der SPD-Gedenkstätte „Goldener Löwe“. Das Internationale Jazz-Archiv gehört ebenso zu den Einrichtungen, die weit über die Grenzen der Stadt hinaus Beachtung finden.

2009 beschäftigen sich in Eisenach viele Veranstaltungen mit Eisenachs Beitrag zu Weltkultur und Weltgeschichte. Einige Höhepunkte sind dabei die Feierlichkeiten zu Bachs Geburtstag (21. März), „Luther – das Fest“ (21. bis 23. August) und die Wiederaufnahme des Elisabeth-Musicals (3. bis 19. Juli).
Ab April ist im „Goldenen Löwen“ eine neue Ausstellung zur Geschichte der Sozialdemokratie zu sehen. Im Bachhaus beschäftigt sich eine Ausstellung mit „Blut und Geist – Bach, Mendelssohn und ihre Musik im Dritten Reich“ (ab 21. März), im Lutherhaus werden Künstler aus evangelischen Pfarrhäusern vorgestellt, im Thüringer Museum wird „Goethes drei Musen aus Eisenach“ eine Ausstellung gewidmet (29. Mai bis 28. August) und in der Predigerkirche heißt es „Im Dialog mit Luther – Eisenach vor der Reformation“.

Einige dieser Veranstaltungen sind bereits Teil der Luther-Dekade, die 2008 begonnen hat und bis zum Reformations-Jubiläum 2017 reicht. Die Stadt bereitet sich intensiv auf dieses Jubiläum vor und wird dazu jährlich Angebote unterbreiten.

Ausgewählte Veranstaltungen in Eisenach in der Anlage EISENACH 2009

Rainer Beichler | | Quelle:

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