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Die Mathematik-Olympiade ist der Traditionsreichste aller Schülerwettbewerbe und einer der Teilnehmerstärksten dazu. Allein im Wartburgkreis dürften bei der 1. Stufe bis zu 1000 Schüler am Start gewesen sein. Davon wurden die besten 125 zum Kreisentscheid entsandt, und hierbei schafften schließlich 14 Spitzentalente die Qualifikation für die Landesolympiade, die am vergangenen Wochenende in Erfurt stattfand.
Nachdem die Vertreter des Schulamtsbereichs Eisenach/Wartburgkreis dort 2005 noch einen wahren Preisregen erlebten, fiel die Bilanz 2006 etwas bescheidener aus. Für viele der erfolgshungrigen Mathe-Asse zählte diesmal der olympische Gedanke: Dabei zu sein, Gleichgesinnte zu treffen, geistig gefordert zu werden und die würdevolle Atmosphäre bei der Siegerehrung schnuppern zu dürfen – dafür lohnte sich die Reise allemal.
Mit beachtlichen 34 von 40 Punkten, Platz 14 und einem 3. Preis erzielte Jana Schill (Klasse 6, Elisabeth-Gymnasium Eisenach) das beste Ergebnis für die Schulen der Region. Platz 14 seines Jahrgangs belegte auch Gerald Malsch (Kl. 7, Gymn. Bad Liebenstein), der sich ebenfalls über einen 3. Preis freuen durfte. Anerkennungs-Urkunden gingen an die Routiniers Georg Forchmann und Hendrik Königshof (beide Kl. 9, Abbe-Gymn. Eisenach). Marleen Jägermann (Kl. 8, Gymn. Bad Liebenstein) und Christian Angrick (Kl. 12, Gymn. Bad Salzungen) fehlten dazu nur zwei Pünktchen.
Nicht unerwähnt bleiben soll die Anerkennung für die Eisenacherin Antje Lehmann (Kl. 11, Spezialschulteil Erfurt), die mit Platz 12 den höchsten Rang aller im Wartburgkreis beheimateten Teilnehmer erreichte. Im November hatte sich die ehemalige Elisabeth-Gymnasiastin souverän zum fünften Mal in Folge für die Landesrunde qualifiziert – dies gelang nach der Wende noch keinem anderen Schüler aus der Region.
Den Lehrern, Eltern und Mitschülern zwischen Treffurt und Kaltennordheim bleibt die anspruchsvolle Aufgabe, der Förderung mathematischer Talente auch in Zukunft besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Den Wissensdurst der jungen Genies zu stillen und sie zu bestmöglichen Leistungen zu motivieren, ist ebenso schwierig wie lohnend. Das wissen auch die Sponsoren der Veranstaltung, allen voran die Thüringer Sparkassen. Denn die Fähigkeiten der Geistes-Athleten, komplexe Probleme kreativ zu lösen, zählen zu den wichtigsten Ressourcen unserer Gesellschaft. Nicht nur im Winter…

Rainer Beichler | | Quelle:

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