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Konzert am Tag der Deutschen Einheit

Am 3. Oktober 2009 veranstaltet die Mitteldeutsche Barock-Compagney um 16.30 Uhr in der Georgenkirche zu Eisenach ihr traditionelles Orchesterkonzert zum Tag der Deutschen Einheit. Musiziert auf historischen Instrumenten werden Werke von Telemann, Haydn und Johann Sebastian Bach.

Telemanns Tripelkonzert in A-Dur darf zu den schönsten seiner Schöpfungen im Bereich der spätbarocken Musik gerechnet werden. Formal bleibt er den älteren Prinzipien des Concerto grosso treu, auch wenn er sich sehr für die neuesten Entwicklungen der Technik des Solokonzertes interessierte, die vor allem von Vivaldi stammten. Der einleitende Satz ist von lombardischer Rhythmik geprägt und trotz des formalen Concerto grosso Modells hat sich Telemann weit von Corelli entfernt und zeigt in dieser Komposition, dass er den galanten Stil der beginnenden Vorklassik souverän beherrscht. Das gesamt Werk kann man als gelungene Synthese italienischer und französischer Eigenheiten betrachten, den Telemann mit dem «gemischten Geschmack» gelungen integrierte.

Dem Konzertunternehmer und Konzertmeister Johann Peter Salomon (1745 – 1815) war es in den Jahren 1790 und 1794 gelungen, Joseph Haydn zu Aufenthalten in London zu bewegen. In diesem Zeitraum entstanden die zwölf Londoner Sinfonien. Nachdem Salomon in den Jahren 1795/96 die Rechte an den Sinfonien erhalten hatte, bearbeitete er sie für eine Besetzung mit Flöte, zwei Violinen , Viola, Violoncello und Klavier ad libitum. Salomons Bearbeitungen sind von ganz besonderem Interesse, da er in den ersten Proben und Konzerten als Konzertmeister eng mit Haydn zusammengearbeitet hat. Somit müssen ihm Haydns Intentionen bekannt gewesen sein. Die Wiederentdeckung der seinerzeit überaus erfolgreichen Bearbeitung ist das Verdienst des englischen Dirigenten und Musikwissenschaftlers Christopher Hogwood. Wie einfallsreich und intelligent Salomon die unvermeidbaren Probleme einer Reduktion löste, zeigte die hier erstmals seit 1798 vorliegende Quintettbearbeitung der Symphonie 104 nach Salomons Autograph.

Johann Sebastian Bachs Cembalokonzert A-Dur ist vermutlich in seiner Leipziger Zeit als Thomaskantor entstanden und geht vermutlich auf ein Konzert für Oboe d´ amore zurück, das inzwischen rekonstruiert wurde. Bach kann als Erfinder des Cembalokonzertes gelten, nachdem dieses Instrument zuvor fast ausschließlich Continuoaufgaben zu bewältigen hatte. Dafür griff er immer wieder auf die Bearbeitung von Vorlagen anderer Konzerte zurück, um den großen musikalischen Bedarf des Leipziger Collegium musicum zu decken. Auch sein Konzert für 2 Violinen in d-moll, das um 1718 in Köthen entstand hat er später auf diese Weise für 2 Cembali umgearbeitet.

Karten für dieses Konzert sind im Vorverkauf bei der Tourismus Eisenach GmbH am Markt und an der Konzertkasse erhältlich.

Rainer Beichler | | Quelle:

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