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Bildquelle: Theater

Landeskapelle Eisenach feiert ihren 65. Geburtstag

Am 24. Juni dieses Jahres ist es genau 65 Jahre her, dass sich ein Orchester in das Herz des Eisenacher Bürgermeisters gespielt hat: Die Rede ist von der aus Breslau ausgesiedelten «Schlesischen Philharmonie», die durch den Krieg heimatlos geworden war und im thüringischen Neudietendorf eine Unterkunft gefunden hatte.

Auf Einladung des damaligen Eisenacher Bürgermeister Alfred Markwitz, der zugleich Kulturdezernent und Vorsitzender der Volksbühne Thüringen war, erspielten sich die Musiker am 24. Juni 1946 im «Fürstenhof» das «Bleiberecht».

Mögen es nicht nur die Klänge der «Beethoven-Pastorale» gewesen sein, die Herrn Markwitz dazu bewogen haben, das Orchester in Eisenach aufzunehmen – seiner kulturpolitisch durchaus weitsichtigen Entscheidung, dem berühmten und leistungsstarken Klangkörper eine Heimat zu geben, ist es jedenfalls zu verdanken, dass Eisenach bis heute ein Theaterorchester hat: Die heutige Landeskapelle ist aus dem Zusammenschluss des damaligen Städtischen Orchesters mit der Schlesischen Philharmonie entstanden.

Unter dem Namen «Philharmonisches Orchester der Stadt Eisenach» fanden dereinst neben Musiktheater-Aufführungen bis zu zwölf Sinfoniekonzerte im Jahr statt. Am 1. Januar 1952 bekam das über sechzig Musiker starke Orchester den Namen «Landeskapelle Eisenach».

Diese zwei Eckdaten der Eisenacher Musikgeschichte will die Landeskapelle in der Spielzeit 2011/12 besonders hervorheben. Bereits jetzt sei darauf aufmerksam gemacht, dass am 27.10.2011 im Anschluss an das 2. Sinfoniekonzert im Theaterfoyer eine Feierstunde nebst Eröffnung der Ausstellung «Orchestertradition in Eisenach» stattfinden wird.

Zuvor lädt die Landeskapelle aber am 3. Juli um 20.20 Uhr noch zu ihrem großen Spielzeit-Abschlusskonzert mit Beethovens «Neunter» in den Festsaal der Wartburg ein! Unter der Leitung von GMD Carlos Domínguez-Nieto singen Ute Ziemer, Monika Dehler, Johannes Gaubitz, Erdem Baydar, der Bachchor Eisenach und der Madrider Coro de San Jerónimo el Real.

Rainer Beichler | | Quelle:

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