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Mongopolis – Fisch oder Ente – Wer sind die Guten?

Frech, agil und so präzise, wie man es von RambaZamba gewöhnt ist, spielen die DarstellerInnen die Geschichte ihrer eigenen Abschaffung. Die krude Story, in der außer künstlich erschaffener Perfekter ein galaktischer Reporter, ein Tatortkommissar und jede Menge biblischer Figuren vorkommen, lässt schließlich alle rätseln: Was bin ich nun, Fisch oder Ente? Wer sind die Guten und wer die Bösen? Oder kommt es darauf überhaupt an – wen interessierts?

Freitag, 19. November 2010 um 19.30 Uhr – Gastspiel in Kooperation mit dem DBI Johannes Falk

Das DBI Johannes Falk als Bildungsinstitut für Aus-, Fort- und Weiterbildung steht insbesondere in Thüringen auch für Bildung, die auch Menschen mit Behinderung einschließt.
Im Zuge der Forderung nach konkreter Umsetzung der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung ist die kulturelle Teilhabe – die Einbindung und Gestaltung von Kultur und Sozialraum ein wichtiges Moment in der Persönlichkeitsbildung jedes Bürgers. RambaZamba ist international bekannt. Es ist das einzige professionelle Theater in Deutschland in dem Menschen mit Behinderung als Schauspieler arbeiten (Werkstatt für behinderte Menschen).

Was sich hinter dieser in raffinierten elektronische Klängen verpackten, schrägen Ausstattungsrevue verbirgt, ist nicht weniger als die Fragen nach der Bevorzugung und gar Züchtung der «guten», Vernichtung und Ablehnung der «schlechten» Gene. Die Szenerie wird zu einem Krimi, in dem die Exekutivorgane sich selbst ins Aus befördern: Allen voran der Bürgermeister, dessen Frau und Dr. Teufel, die natürlich nichts anderes wollen als eine saubere, gesunde und glückliche, vor allem positive Stadt. Droht die sich selbst perfektionierende Perfektion zum Ende der Menschheit zu werden? Ein utopischer Thriller auf der Suche nach dem perfekten Verbrechen: Dem perfekten Menschen.

Die Inszenierung wurde von Gisela Höhne mit der RambaZamba-Truppe erarbeitet, die mit ihren Stücken bereits in vielen europäische Städten erfolgreich gastierte.

Rainer Beichler | | Quelle:

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