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Natalia Strathmann-Alencova und Libor Fiser begeisterten in Reutervilla

Am vergangenen Sonntag fand im Reuter-Wagner-Museum ein Konzert des neugebildeten Duos Fiser/Alencova in der Reihe der beliebten Nachmittags-Hauskonzerte statt, das mit sanften, eindrücklichen Klängen die zahlreiche Zuhörerschar beeindruckte.

Zu Beginn stellte sich der neue Vorsitzende des Richard-Wagner-Verbandes Eisenach, Thomas Steinhardt, vor und unterstrich die Bedeutung der Musik, ihre Notwendigkeit und Unentbehrlichkeit in jedem Menschenleben und wie wichtig es ist, sich ihr zu öffnen und sich beschenken zu lassen.

Genau das konnte im nachfolgenden Konzert geschehen.
Die Solisten, Natalia Strathmann-Alencova (Mandoline) und Libor Fiser, beide namhafte Künstler ihres Faches und Pädagogen an der Johann-Sebastian-Bach-Musikschule bzw. der Yamaha Musikschule Alexander Blume in Eisenach, spielten zunächst Werke von Tedesco und Antonio Vivaldi.
In diesen dreisätzigen Sonaten bestach die Solistin mit virtuoser wie auch gesanglicher Interpretation auf der Barockmandoline und wurde von Libor Fiser einfühlsam begleitet. Eine weitere Sonate von Gabriel Leone überraschte durch ihre Harmonik, Melancholie und einen sehr virtuosen Schlusssatz. Der erste Teil wurde mit einem Capriccio für Mandoline von Pietro Denis, dem Herausgeber eine Mandolinenschule, beendet, in dem fast schon spanischen Kolorit zum Klingen kam.
In der Konzertpause lud der Richard-Wagner-Verband Eisenach die Gäste zu einem Glas Wein ein und nach dieser lockeren Gesprächsrunde fand der zweite Teil des Konzertes einen stimmungsvollen Beginn.

Zunächst erklang von Raffaele Calace (1863 – 1934) das Preludio XII für Mandoline, das volksliedhaft und gefällig durch feine dynamische Abstufungen und ein bestechendes Pianissimo die Zuhörer bezauberte, ebenso die nachfolgenden zwei Stücke des aus brasilianischen Gitarrenszene stammenden Komponisten Joáo Pernambuco, die von Libor Fiser mit souveräner, faszinierender Erzählkunst auf der Gitarre dargeboten wurden.
Das Konzert beendeten beide Solisten mit einer Komposition von Celso Machado (geb. 1953) und einer schwungvollen Tarantella von Raffaele Calace.
Das Publikum bedankte sich mit reichlichem Applaus bei den beiden Künstlern, so dass sie sich gern mit einer Zugabe, dem Csardas von Monti, in dieser ungewöhnlichen Besetzung verabschiedeten.
Das nächste Konzert in der Reihe der Hausmusiken findet am 03.10.08 statt.

Rainer Beichler |

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