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Private Fotosammlung an Stadtarchiv übergeben

Die Witwe des renommierten Fotografen Friedrich Otto Bernstein schenkte einen Teil des Nachlasses ihres 1999 verstorbenen Ehemannes an die Stadt Eisenach. Es handelt sich um über 50 Werbefotos, einschließlich Negative, die Bernstein in der Zeit von 1956 bis 1958 von verschiedenen Modellen des seinerzeit in Eisenach gebauten Pkw Wartburg gefertigt hat. Frau Bernstein schenkt die Bilder, die der einheimische Fotograf Ulrich Kneise konservatorisch bearbeitet hat, dem Stadtarchiv Eisenach. Oberbürgermeister Matthias Doht nahm die Schenkung an die Stadt am Montag im Automobilarchiv entgegen.

Friedrich Otto Bernstein, geboren 1929, ist in Eisenach kein Unbekannter. Bereits im Dezember 1995 zeigte der Verein Automobilbaumuseum Eisenach einige Motive aus dem Bernsteinschen Schaffen öffentlich. Und bis März 1996 waren dann seine Fotografien unter dem Titel „Mal sehen … Fotografie zwischen Ambition und Kommerz“ in der Fotogalerie Bohl zu bewundern.
Bernstein starb 1999.

Die Stadt Eisenach übernimmt nur den Nachlassteil, der die hiesige Automobilbaugeschichte dokumentiert. Zu gleicher Zeit erhält das Museum der bildenden Künste Leipzig die anderen Motive aus dem Nachlass Bernsteins. Dr. Richard Hüttel, Leiter der Grafiksammlung des Museums übernahm diese Motive stellvertretend.

Leider konnte Frau Bernstein selbst an der Übergaben nicht dabei sein, der geplante Streik der Lokführer verhinderte ihre Fahrt in die Wartburgstadt.
Für Dr. Hüttel ist die Schenkung eine wichtiger Aspekt in der Fotogeschichte. Kaum habe man sich mit den Fotografen in den 50er Jahren befasst. Die Bernsteinschen Arbeiten werden eine neue Sammlung in Leipzig begründen. 2008 werde es eine Ausstellung geben und zu den Werken Bernsteins ein Katalog erscheinen. «Die Schenkung ist ein Glückfall für Leipzig», so Dr. Hüttel.

Rainer Beichler |

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