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 | Bildquelle: Marc Borggreve

Beschreibung:
Bildquelle: Marc Borggreve

Saisonstart mit Orchesterklängen «aus Böhmens Hain und Flur»

1. Sinfoniekonzert am Mittwoch, 24.09.2014

Sprechende Tiere, magische Anrufungen und eine erste Sinfonie, die in Wahrheit eine sechste ist: Das 1. Sinfoniekonzert der Saison entführt in die farbenfrohe Welt der tschechischen Musik. GMD Philippe Bach und sein Orchester, die gerade die Opernpremiere «Katja Kabanova» vorbereiten, stellen auch das sinfonische Programm des Herbstes ins Zeichen der führenden Komponisten aus Böhmen und Mähren.

Auftakt des Konzerts «Aus Böhmens Hain und Flur» bildet Leoš Janáčeks «Katja»-Nachfolgewerk «Das schlaue Füchslein». Auf originelle Art und Weise macht der Komponist die Natur und die Tiere des Waldes zu den Protagonisten seiner Oper; auch in der daraus zusammengestellten Orchestersuite kommen die den heimatlichen Wäldern abgelauschten Klänge zur Geltung.

Das Verdienst, die Klangwelt seiner Heimat über die Grenzen von Ländern und Kontinenten hinweg salonfähig gemacht zu haben, wird allerdings gemeinhin Antonín Dvořák zugeschrieben. Dessen Sinfonie in D-Dur war seit der Uraufführung 1881 ein durchschlagender Erfolg, besonders gefeiert für den genuin böhmischen, an der Folklore seiner Heimat orientierten Ton, den der Komponist anschlug. Zwar trägt schon Dvořáks 5. Sinfonie diese Züge; die 6. adelte der Komponisten jedoch auch dadurch, dass er sie als seine «1. Sinfonie» veröffentlichen ließ.

Auch Bohuslav Martinů – seinerzeit als «moderner Dvořák» apostrophiert – war ein international bedeutender Botschafter der tschechischen Kunstmusik. Sein 4. Klavierkonzertverfasste der Komponist während seiner Zeit in Amerika und versah es mit dem englischen Beinamen «Incantation»- also Anrufung, Beschwörung. Zuvor hatte er das fantasievolle, zauberisch leuchtende Virtuosenwerk einem Freund angekündigt: «Wieder so eine gespenstische Geschichte wird es sein, ganz und gar ‚magic‘».

Als Solist von Martinůs 4. Klavierkonzert ist Florian Uhlig in Meiningen zu Gast. Der gebürtige Düsseldorfer lebt in London, wo er bereits zu Studienzeiten sein Debüt im Barbican Centre gab. Seither führt seine Tätigkeit als Konzertsolist und Kammermusiker – darunter lange Zeit als Liedpartner von Hermann Prey – Uhlig nicht nur zu den bedeutenden internationalen Klassikfestivals, sondern auch in die großen Säle von Berlin, New York, London, Paris, Hongkong, Reykjavik und Kapstadt. Er konzertierte mit Orchestern wie dem BBC Symphony Orchestra, der Deutschen Radio Philharmonie, dem Kammerorchester des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, der Dresdner Philharmonie, dem Beijing Symphony Orchestra oder dem Simón Bolívar Youth Orchester of Venezuela.

Vor dem Konzert findet um 18.30 Uhr im Foyer eine Einführung statt.

Leoš Janáček (1854-1928) – Suite aus der Oper «Das schlaue Füchslein”
Bohuslav Martinů (1890-1959) – Klavierkonzert Nr. 4 H 358 «Incantation”
Antonín Dvořák (1841 – 1904) – Sinfonie Nr. 6 D-Dur op. 60

Solist Florian Uhlig (Klavier)
Dirigent GMD Philippe Bach
Es spielt die Meininger Hofkapelle

Frank Bode | | Quelle:

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