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Schnitzplastik des Johannes ist restauriert

Der «Trauernde Johannes der Evangelist» (1170), die älteste Skulptur der Sammlung «Mittelalterliche Schnitzplastik in Thüringen», wurde nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten am Mittwoch wieder an seinem Platz in der Ausstellung des Thüringer Museums in der Predigerkirche aufgestellt.

Anfang vorigen Jahres waren in der Holzfigur dieses hl. Johannes unter anderem erhebliche Risse festgestellt worden, sodass dringend eine Restaurierung notwendig wurde. Die Dresdener Restauratorin Angela Möller, die auch mit der permanenten Betreuung und Pflege der Schnitzplastik-Sammlung betraut ist, nahm sich des hl. Johannes an. Nach über einem Jahr restauratorischer Arbeit konnte die Schnitzplastik nun wieder aufgestellt werden.
Im Laufe der Arbeiten wurden zahlreiche Untersuchungen vorgenommen, so stellte die Spezialistin fest, dass von der Figur ein Abdruck gemacht wurde, Silikonspuren befanden sich noch in den Rissen des Holzes. Denkbar sei, dass es eine Metallfigur gebe.
Auch fanden Spezialisten Farbreste, die Figur muss demnach farblich gestaltet gewesen sein.
Durch Angela Möller wurden verschiedenste Techniken angewendet, um die Figur zu erhalten. Schwierig und teilweise unerklärlich sei die Feuchtigkeit im Innern des Holzes gewesen.

Die Restaurierung kostete 5376 Euro. Die Kosten wurden von der Stadt Eisenach und Förderungen des Landes gesichert.

Der «Trauernde Johannes der Evangelist» aus Braunsdorf bei Triptis entstand um 1170 und ist eine Leihgabe der Kirchgemeinde Braunsdorf an das Thüringer Museum. Die Figur ist Teil einer Triumphkreuzgruppe und vollplastisch aus Lindenholz gearbeitet. Die schlanke, hoch aufragende Gestalt hält in der linken Hand ein Buch, die rechte Hand stützt den Kopf, der leicht geneigt ist.

Johannes kommt in die Vitrine

Rainer Beichler |

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