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Schokolade aus dem Urwald

An der Berufsakademie Eisenach fand am 22. Januar ein Kinderakademie-Vortrag zum Thema «Venezuela – Land der Naturwunder und Urwaldindianer» statt. Prof. Andreas Müller hatte aus seinen eigenen Erfahrungen von Reisen aus dem südamerikanischen Land berichtet.

70 Kinder der 5. Klassen des Ernst-Abbe-Gymnasiums aus Eisenach waren mit ihren Lehrern gekommen, um mehr über dieses fremde Land zu erfahren.

Zu Beginn gab es eine kleine Einführung in die Landessprache «Spanisch». «Hola» und «Hasta la vista» waren den jugendlichen Zuhörern schon bekannte Begriffe. Dass man auf Spanisch das Ausrufezeichen an den Satzanfang und das Satzende stellt, war dann schon neu.
Dass man das erste Ausrufezeichen am Satzanfang auch noch auf den Kopf stellt, war dann ganz neu. Und wenn man eine Limonade bestellen will, sagt man: «¡Una limonada por favor!»

Mit einigen wenigen spanischen Worten und etwas Englisch kommt man in Venezuela gut durch den Alltag, versicherte Prof. Müller. Er könne auch nur wenige Worte auf Spanisch.

Dann folgten einige Informationen zur Landeskunde. Dass es im Urwald noch richtige Urwaldindianer gibt, die noch nie Kontakt mit der Zivilisation hatten, versetzte die Zuhörer in verwundertes Staunen. Auch müssten die Kinder der Urwaldindianer nicht in die Schule, erklärte der Referent. Auf einem Foto sah man eine Gruppe von Indianerkindern, die nur mit einem kleinen Lendenschutz bekleidet waren und den Körper mit roter Farbe bemalt hatten. Der Lendenschutz reicht als Kleidung völlig aus, da es in Venezuela sehr warm ist, versicherte der Referent. Es herrscht sozusagen das ganze Jahr über Sommer, da das Land ganz in der Nähe des Äquators liegt.

Woher der Name «Venezuela» stammt, konnte Prof. Müller ebenfalls erklären. Als die ersten Europäer an der Küste des neuen Landes ankamen, sahen sie viele Hütten auf Pfahlbauten, die ins Wasser gebaut waren. Das wirke auf die Entdecker, als wären sie in Venedig, wo die Häuser ebenfalls ins Wasser gebaut sind. Da aber die Hütten viel kleiner waren als die Häuser in Venedig, nannten sie das Land «kleines Venedig», auf Spanisch «Venezuela».

Zum Abschluss der Veranstaltung gab es als Wegzehrung noch Schokolade für die Zuhörer. Denn, so Prof. Müller, aus Venezuela stammt der Kakao für die beste Schokolade der Welt.

Die nächsten Termine der Kinderakademie stehen auch schon fest: Dienstag, 22.4.14: «Wie kommt der Legostein in den Computer rein?» und Mittwoch 30.4.14: «Warum gibt es die gute alte Glühbirne bald nicht mehr?» Anmeldung unter Tel.: 03691-629461.

Rainer Beichler | | Quelle:

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