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 | Bildquelle: Stadt Eisenach

Beschreibung:
Bildquelle: Stadt Eisenach

Schulbezogene Jugendsozialarbeit in Eisenacher Schulen

Im städtischen Jugendamt koordiniert seit rund einem halbem Jahr die Diplom-Sozialpädagogin Patricia Gärtner die schulbezogene Jugendsozialarbeit in den Eisenacher Schulen. Dieses Angebot der Jugendhilfe gibt es an neun Grund- und Regelschulen in Eisenach. Gemeinsame Aktionen wie die Mitmachausstellung »Unterwegs nach Tutmirgut” gehören zur Bilanz nach knapp einem Jahr Schulsozialarbeit.

Insgesamt neun Schulsozialarbeiter kümmern sich seit Dezember 2013 in den Schulen um die großen und kleinen Sorgen der Kinder und Jugendlichen. Zudem fungieren sie als Vermittler zwischen Schülern und Lehrern oder Lehrern und Eltern und tragen so zu einem besseren Schulklima bei. Sie sind Ansprechpartner für die Schüler, Lehrer und auch Eltern in den Schulen. Sie haben dort eigene Büros, in denen sie auf kurzem Weg schnell erreichbar sind.

Die Aufgabe in den Schulen erledigen insgesamt neun Schulsozialarbeiter (sieben Pädagoginnen und zwei Pädagogen). Drei Schulsozialarbeiterinnen sind Mitarbeiterinnen des städtischen Jugendamtes, je zwei Sozialpädagogen stellen der Caritasverbund Bistum Erfurt e.V., die Diako Kinder- und Jugendhilfe (Diako Westthüringen gem. GmbH) und das Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft e.V.. Sie agieren in den Grundschulen »Am Petersberg” (Altstadtstraße), Georgenschule (Markt), Jakobschule (Karl-Marx-Straße), Hörselschule (Stedtfelder Straße) und Mosewaldschule (Nordplatz) sowie in den Regelschulen Goetheschule (Pfarrberg), Geschwister-Scholl-Schule (Katharinenstraße) und Wartburgschule (Wilhelm-Pieck-Straße) und in der Gemeinschaftsschule »Oststadtschule” (Altstadtstraße).

Patricia Gärtner knüpft die Verbindung zwischen den Sozialarbeitern an den Schulen und organisiert gemeinsame Aktionen. Dazu gibt es regelmäßige Treffen der neun Sozialpädagogen. Außerdem ist sie als Schulsozialarbeiterin an der Georgenschule in Eisenach tätig. »Unser Auftrag ist es, die Kinder und Jugendlichen vor gefährdenden Einflüssen zu schützen sowie soziale und individuelle Beeinträchtigungen abzubauen”, sagt Particia Gärtner. Dazu wird beispielsweise in Einzelgesprächen beraten, wird in Gruppen zu bestimmten Themen zusammen gearbeitet oder werden Projekte gemeinsam erarbeitet. Auf dem Programm stehen zudem Präventionsangebote zu Themen wie gesunde Ernährung, Verkehrserziehung, Mobbing oder Drogen und Gewalt. »Hier reicht die Palette von Aufklärungsgesprächen über Rollenspiele bis zu Aktionen, bei denen die Kinder und Jugendlichen eigene Erfahrungen sammeln können”, erklärt Patricia Gärtner.

Auch pädagogische Angebote in der Freizeit gehören dazu. Die Kinder und Jugendlichen lernen so zugleich, mit Kritik umzugehen, eigenverantwortlich zu handeln und auch Verantwortung gegenüber ihren Mitmenschen zu übernehmen.

Im letzten halben Jahr nahmen bereits zahlreiche Kinder aus vier Schulen an verschiedenen pädagogischen Freizeitangeboten der Schulsozialarbeiter teil. Ein Besuch im Kletterwald Tabarz stärkte so zum Beispiel das Selbstbewusstsein der Schüler. Zudem förderte das Klettern auch die Koordination der eigenen Bewegungen der Kinder. Einige Klassen hatten außerdem die Möglichkeit, bei einem Besuch im Waldhof Finsterbergen selbst zu erfahren, wie sich ein Team findet und dann zusammen etwas erreicht.

Eine gemeinsame Aktion der Schulsozialarbeiter mit dem Jugendkoordinator der Stadt Eisenach war die Mitmachausstellung »Unterwegs nach Tutmirgut”. Schulübergreifend koordinierten und betreuten sie die Ausstellung und den Mitmachparcours, an dem rund 600 Grundschüler der Stadt Eisenach mit viel Spaß und Freude teilnahmen. Dabei stand die Gesundheitsprävention im Mittelpunkt. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hatte diese Aktion ermöglicht.

Neben diesen Aktivitäten wird in der Wartburgschule regelmäßig unter dem Motto »Gesunde Ernährung” mit den Kindern gekocht. Außerdem gibt es in der Mosewaldschule eine Inliner-AG. Hier können die Schüler selbst ausprobieren und üben, wie ihr Körper in verschiedenen Situationen reagiert.

Auch für das neue Schuljahr sind wieder viele abwechslungsreiche Angebote mit sozialpädagogischem Hintergrund geplant.

Koordinatorin und Ansprechpartnerin für die schulbezogene Jugendsozialarbeit ist Patricia Gärtner, die unter der Telefonnummer 670730 oder per E-Mail patricia.gaertner@eisenach.de im Jugendamt der Stadt Eisenach erreichbar ist.

Landesprogramm Schulsozialarbeit:
Der Freistaat Thüringen fördert die schulbezogene Jugendsozialarbeit als eine besondere Form der Jugendsozialarbeit. Seit dem Schuljahr 2013/14 stellte das Land dafür gemäß einer Richtlinie den örtlichen Trägern der öffentlichen Jugendhilfe extra Mittel zur Verfügung. Für das Jahr 2014 stehen 10 Millionen Euro im Landeshaushalt. Die Stadt Eisenach erhielt aus dem Landesprogramm bisher 186.750 Euro.

Weitere Infos: http://www.thueringen.de/th7/tmsfg/familie/schulsozialarbeit/

Frank Bode | | Quelle:

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