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Sommergewinn 2003: Frau Sunna siegte erneut

Mit dem Verbrennen der Strohpuppe, heute, Samstag, auf dem Marktplatz von Eisenach wurde nun der Winter entgültig vertrieben. Frau Sunna hat die Macht an sich gerissen. Deutlich wurde dies im traditionellen Streitgespräch zwischen Frau Sunna und Herrn Winter.

In den vergangenen Monaten hat die Eisenacher Sommergewinnszunft wieder viele tausend Stunden ehrenamtlich gearbeitet und den großen farbenprächtigen Festzug aufgebaut.

Rund 100000 Eisenacher und Gäste der Stadt dankten es ihnen. Immerhin gab es 32 Wagen und zehn Kutschen, 70 Laufgruppen, alle Wagen wurden von Pferden gezogen. 120 Pferde mussten von den Verantwortlichen organisiert werden.
Trotz Problemen im Vorfeld, einige Tiere waren krank, klappe alles vorbildlich.

Über 1750 Mitwirkende gestalteten den Zug in diesem Jahr unter dem Motto: «Volksbräuche im Jahreslauf». Dieses Motto untersetzten zahlreiche Vereine. Im Festzug waren dabei: Wartburgensemble Eisenach, Heldrastein Verein, Heimatverein Ettenhausen/Suhl, Läppleszunft Zella-Mehlis, Rennsteigverein, Heimatverein Mosbach, Altschützengesellschaft Gotha, Hörselberg Gemeinde, Folklore-Vereinigung „Alt Ruhla“, Tanzverein Eisenach, Heimatverein Ifta, Wechmarer Heimatverein, Förderkreis Oberschloß Kranichfeld, Dornburger Rosenfest Verein, Landfrauen Verein Möhra, Förderverein der FF Eisenach-Mitte.

Für den nötigen Schwung im Zug und an den Straßen sorgten: Fanfarenzug Eschwege 1956 e.V., Spielmanns- und Fanfarenzug „Markgräfliche Jäger“ Feuchtwangen 1967, Famberg Musikanten e.V., Bergmannskapelle Unterbreizbach, Spielmannszug der Stadt Bad Langensalza e.V., Musikzug Wilhelm Tell – Hünfeld, Fanfarenzug der Wartburgstadt, 1. Vollmershainer Schalmeienverein e.V., Blasorchester Diesorf 1930 e.V.

Für Stimmung sorgten die Germanen, neben Bier hatten sie einen eigenen Wagen im Einsatz, der für das leibliche Wohl der Damen und Herren Germanen sorgte.

Natürlich waren im Zug neben Winter und Sunna wieder die Traditionswagen der Zunft wie
wie Lenz, Stadtwache, Blütenfrauen, Spinnstube, Germanen, Frauen vom Stiegk, Hopfenkönigin und Tante Frieda und Minchen.
Letztere sorgten an der Bühne am Rathaus wieder für Aufsehen. Sie waren diesmal nicht allein auf dem Wagen. Ihre Kinder, Schorsch und Hermine, waren mit dabei. Und so musste der Rotwein aus dem traditionellen große Weinglas der Stadt nun durch vier geteilt werden.
Frieda und Minchen hatten hinter ihren Wagen noch einen Oldtimer. Dieser Multicar war beladen, mit all dem Mist den die Stadt so zu verantworten habe.

Im Festzug waren auch wieder Maria Pawlowna und ihr Gefolge zu finden. Eigens dazu ist aus Jena der «Pawlowna-Express» nach Eisenach gefahren.

Noch bis zum kommenden Sonntag wird es auf der Spicke das große Volksfest geben. Dazu laden Schausteller aus ganz Deutschland ein.

Trauer um den Begründer des Eisenacher Fanfarenzuges
MDR war dabei

Rainer Beichler |

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