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Sommergewinn in Altenburg

Bis zum 26. April dreht sich im Schloss- und Spielkarten-Museum der Stadt Altenburg vieles um den Eisenacher Sommergewinn. Am Sonntag wurde die Osterausstellung des Schlosses eröffnet. Thema: «Gut Ei und Kikeriki».

Die Eisenacher Sommergewinnszunft stellte das Brauchtum im Altenburger Schloss vor. Viele Stücke haben die Eisenacher nach Altenburg gebracht. Zu sehen sind Sunna und Winter, viele Blüten, Dokumente aus der Vereinsgeschichte, Hefte, Plakate, die Wartburg, Bilder, ein geschmücktes (Mini)Haus, den Sommergewinn als Modell im Maßstab 1:87 und als Blickfang die Raupe.
Und diese Raupe hatte es der Ausstellungsmacherin Gabriele Heinicke vom Museum besonders angetan. Immerhin ist das gute Stück, es ist die alte Raupe aus dem Sommergewinnsfundus, gut acht Meter lang. Dort hatte sie es gefunden und sagte: «Der Kindwurm muss in die Ausstellung.» Nun steht sie im Festsaal des Altenburger Schlosses.

Torsten Daut, Zunftmeister, betonte, das die Zunft den Sommergewinn über Eisenach hinaus bewerben möchte. «Viele Thüringer kennen diesen Brauch gar nicht». Und so kam den Eisenachern Altenburg entgegen, um das größte deutsche Frühlingsfest im Osten Thüringens, in Sachsen und Sachsen-Anhalt bekannt zu machen.
Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf freute sich zur Eröffnung der Ausstellung und bekannte, wenig über dieses Fest zu wissen. Ute Lieske überbrachte als Bürgermeisterin Eisenachs die Grüße der Wartburgstadt und Torsten Daut erklärte den vielen Eröffnungsgästen im Bachsaal des Schlosses die Aufgaben der Zunft und die geschichtlichen Hintergründe.
Der Chor des Lerchenberg-Gymnasiums Altenburg sang unter Leitung von Heike Sebastian.
Doch der Höhepunkt des Eröffnungstages war nochmals das Streitgespräch zwischen Winter und Sunna, Roberto Fink und Christine Dentel. Großes Raunen ging durch den Saal, als die beiden Eisenacher den Raum betraten. Viel Beifall gab es dann und sie wurden dann zum begehrten Fotomotiv.

Die Blütenfrauen sorgten auch für einen größeren Auflauf an den Schauvitrinen. Sie zeigten den interessierten Gästen die «hohe Kunst des Blütendrehen».

Und vielleicht sind Sunna und Winter einmal beim Prinzenraub zu Altenburg dabei. Denn von diesem Prinzenraub gibt es im Westen Thüringen wenig zu erfahren.

Rainer Beichler |

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