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SPD-Chefin fordert Oberbürgermeisterin zum Abbruch der Verhandlungen mit dem WAK auf

Angesichts der Weigerung des Kreistages des Wartburgkreises den Theaterverträgen endlich zuzustimmen, fordert die Eisenacher SPD Kreisvorsitzende Heidrun Sachse Oberbürgermeisterin Katja Wolf auf, die Verhandlungen über eine Rückkreisung Eisenachs in den Wartburgkreis sofort abzubrechen und ruhen zu lassen, bis der Kreistag sich eindeutig zum Erhalt des Eisenacher Theaters bekennt und die Verträge rechtsverbindlich unterschrieben sind.

Ich kann es nicht fassen, dass der Kreistag Bedingungen für den Erhalt des Eisenacher Theaters diktieren will. Hier wird Politik auf dem Rücken der Beschäftigten gemacht, so Heidrun Sachse. Wenn CDU, FDP und Freie Wähler im Wartburgkreis wollen, dass diese beiden sachlich und zuständigkeitshalber getrennten Themen miteinander verknüpft werden, dann sollte die Stadt Eisenach den Erhalt des Theaters zu ihrer Bedingung für die weiteren Verhandlungen machen – schließlich hat sich der Eisenacher Stadtrat deutlich zum Erhalt des Theaters bekannt. Dieses unwürdige Schauspiel muss ein Ende haben – hier geht es um Arbeitsplätze und das Kulturangebot einer ganzen Region.

Zum Hintergrund: Die Gebietsreform wird abschließend (und auch erst 2017) im Landtag verhandelt, der Erhalt des Theaters liegt aber in den Händen der kommunalen Gebietskörperschaften und der Landesregierung. Die Stadt Eisenach, die Stadt Gotha, der Landkreis Gotha und der Kreistag Schmalkalden-Meiningen haben den Verträgen bereits zugestimmt. Nach einer Rückkreisung Eisenachs in den Wartburgkreis wäre der von den Mitgliedsgemeinden des Wartburgkreises zu zahlende Anteil am Eisenacher Theater noch geringer als jetzt, da über die Kreisumlage die Stadt Eisenach als größte Gemeinde im Wartburgkreis den höchsten Anteil zusätzlich zu ihrem eigenen Anteil finanzieren würde.

Andrea T. | | Quelle:

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  • Dauergast

    … und als nächstes kommt der Landtag und stoppt sämtliche Zuschüsse solange, bis die anderen nach seiner Pfeife tanzen? Vielleicht ist es jetzt auch an der Zeit, sich einvernehmlich zu einigen, den anderen dazu zu bewegen, von sich aus zu geben. Sonst kommt hier ein netter Teufelskreis aus Drohungen und Gegendrohungen in Gang. Steht die Eisenacher SPD für so etwas? Ich hoffe nicht.

  • Ein Unzufriedener aus Eisenach

    Volle Zustimmung!
    __________________________________

    Die Stadt lässt sich schon zum zweiten Mal das Fell abziehen.
    Dass der Landkreis in Bad Salzungen den Kreissitz behalten will, dürfte auch jedem klar sein.
    Die OB sollte lieber abwarten! Wie sieht das Konzept für die neuen Kreise aus?
    Vermutlich weiß Sie schon wieder mehr und behält Ihr Wissen für sich.
    —————-
    Schade, dass es keine richtige Opposition im Stadtrat gib, die den Laden mal so richtig aufmischt.

    • Gisela Rexrodt

      Vielen Dank für diese Worte.

  • Rüdiger Christ

    Willy Brandt sagte einst:

    „Wir sind keine
    Erwählten, wir sind Gewählte.
    Deshalb suchen wir
    das Gespräch
    mit allen, die sich um diese Demokratie bemühen.“
    Könnte er auch Lösungungen
    gemeint haben?

    • Felix Berg

      Das stimmt, aber diese Zeit mit jenen Gedanken ist längst vorbei. Man gab sich in diesen Zeiten noch die Mühe den Bürger glauben zu lassen das der Mensch und sein Wohlergehen die wichtigste Aufgabe ist. Pünktlich mit Beendigung des kalten Krieges sind diese Masken gefallen. Thüringen nimmt an Einwohnern ab und hier hilft keine Gebietsreform. Die Kosten werden auf die verbliebenen Bürger aufgeteilt, so wurde bis Dato jede bisherige Gebietsreform für den Bürger immer teurer, dem Bürger wird versichert das es ohne Reform noch teurer würde. Richtig ist – wir sind nicht in der Lage vorhandenes zu erhalten und bauen ständig noch dazu. Niedrige Löhne, Steuereinnahmen und zusätzlich noch Fördermittel für Firmen die sonst drohen den Standort gen Osten zu verlassen tun ihr übriges, bis hin zu den Beamtenpensionen, ein Beamter kommt nach nur 5 Jahren auf min 850 000 Euro Pension bis zum ~ 75. Geb. Tag ohne eingezahlt zu haben. Das funktioniert nicht im kleinen und Global schon gar nicht. Eine Krise jagt die andere und nicht eine wurde gelöst. Was sicher ist, dem Bürger wird die Luft abgedreht.

  • vigilando ascendimus

    Man muss die Verhanlungen ja nicht abrechen. Aber es muss endlich klar gesagt werden, dass man sich nicht auf einen Kuhhandel Finanzierung des Eisenacher Theater gegen Festlegung von Bad Salzungen als Kreisstadt nicht einlässt.

    Bezüglich der Kreisgebietsrefom sind schließlich auch Alternativen denkbar: Gotha liegt näher als Salzungen!

  • Felix Berg

    Ob Gotha, Basa , EA, alle haben das gleiche Problem – keine Steuereinnahmen. Das Pferd auf das gesetzt wurde war ein lahmer Gaul. Wer da nun mit wem zusammen geht und wie ist vollkommen irrelevant- die Pleite bleibt. Nichtsdestotrotz sollte der Kreissitz eines Wartburgkreises da sein wo die Wartburg steht, bringt etwas mehr Logik für Fremde oder Touristen. Wobei wir beim Wort Tourismus angekommen sind, jener ist das einzige was allen 3 Städten wieder auf die Beine helfen könnte, aber nicht so wie er gerade zelebriert wird. Es muss wieder reaktiviert werden was in den letzten 25 Jahren zerstört wurde oder brach liegt. Das erfordert Geld und freundlich gesinnte Bürger, bringt aber ein Vielfaches an Steuern. Ein Lehrgang der Verantwortlichen in Bayern könnte sicher manchen zur Erleuchtung bringen. Immerhin waren die alten Länder so Clever den lahmen Gaul der Industrie zu lobpreisen, die nur ein Wort kennt – Fördermittel, für die hiesige Region um den Touristen für sich zu gewinnen oder zu behalten. Ich erinnere daran das es 20 Jahre nach 1989 gebraucht hat bis der Weg zur Wartburg hinauf wieder einigermaßen benutzbar gemacht wurde. Evtl. erinnert sich noch wer an den Bratwurststreit am Inselsberg, jener schaut mittlerweile aus als sei der Krieg gerade zu ende. Neu sanierte Straßen in den Ortschaften zu Touristischen Zielen dürften sich eher Huckelpiste nennen, das Wort Straße verdienen sie nicht wirklich. Die Straßenbauer mal zum Lehrgang nach Bawü. Man könnte fasst glauben man baut so um sich der Folgeaufträge für neue Sanierungen sicher zu sein.

  • Gast

    Hat die WAK-SPD-Chefin auch schon mal davon gehört, dass es gesetzlich verordnet werden dürfte, dass eine kleine Stadt wie EA eh nicht mehr kreisfrei wird sein dürfen? Anscheinend nicht, sonst würde sie die Sinnlosigkeit ihrer Forderung erkennen.

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