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Tauschbörse, Kaffee-Geschichten und Freundschaftsbrötchen

Drei weitere Veranstaltungen gibt es von Januar bis März in der Ausstellung »Sammeltassenzeit” im Thüringer Museum. Das Museum kooperiert dabei mit dem Förderverein »Freunde des Thüringer Museums e.V.”.In der Ausstellung im Stadtschloss am Markt sind Sammeltassen aus privaten Eisenacher Haushalten zu sehen. Anmeldungen zu diesen Veranstaltungen sind im Thüringer Museum (Tel.: 03691/670453) möglich; der Eintritt kostet jeweils 10 Euro.

Am Samstag, 29. Januar heißt es um 11 Uhr: »Freundschaftsbrötchen & Kaffee mit Luise v. Göchhausen”. In dieser Gemeinschaftsveranstaltung mit der Goethegesellschaft gibt es Interessantes zu erfahren aus dem Munde von Luise von Göchhausen. Sie wurde im Eisenacher Stadtschloss geboren 1783 wurde sie Erste Hofdame der Herzogin Anna Amalia in Weimar. Ihr scharfer Verstand, ihre umfassenden Fremdsprachkenntnisse und ihre Unterhaltungsgabe ließen Goethe, Herder und Wieland freundschaftlichen Umgang mit ihr pflegen. Zu Goethe hatte sie ein besonders herzliches Verhältnis. Sie gilt als Retterin des »Urfaust”, denn Goethe hatte den Text vernichtet und nur ihre Abschrift des Manuskripts bewahrte das Werk vor dem Vergessen.

Am Samstag, 26. Februar folgt um 11 Uhr eine Veranstaltung unter dem Titel »Coffeum wirft die Jungfrau um”. Kaffeeschenk Nikolaus Neureich aus der Schenke zum »Arabischen Coffeebaum” (alias Dr. Wolfgang Schenk) erzählt Heiteres und Historisches bei Kaffee und Kuchen.

Am Samstag, 26. März steht um 11 Uhr eine Tassen-Tausch und Sammelbörse mit Kuchenbuffet auf dem Programm. Der Erlös kommt dem Förderverein »Freunde des Thüringer Museums e.V. zugute.

Die Ausstellung »Sammeltassenzeit” im Thüringer Museum (Stadtschloss) dauert noch bis zum 31. März. Eine besondere Ausstellung: denn präsentiert werden ausschließlich Sammeltassen von privaten Leihgebern. Rund 150 Sammeltassen wurden von Bürgerinnen und Bürgern aus Eisenach und Umgebung dem Thüringer Museum Eisenach dafür zur Verfügung gestellt.

Alle Leihgaben sind zur Zeit im Stadtschloss ausgestellt. Darunter einzelne Tassen, echte Biedermeier-Tassen (1820/30), Andenkentassen sowie Sammeltassen aus den Jahren 1930 bis 1980. Die Porzellane stammen aus über 40 Manufakturen – darunter Hutschenreuther und Seltmann Weiden, Kahla, Volkstedt, Wallendorf und andere mehr. Zudem hat jede der 150 Sammeltassen ein anderes Dekor – mit einer einzigen Ausnahme.

Warum jemand Tassen sammelt, hat ganz verschiedene Gründe. Auch dies möchte die Ausstellung vermitteln. So gibt es beispielsweise eine Vitrine, in der nur sogenannte »Erinnerungstassen” zu sehen sind. Eine andere Vitrine vereint Sammeltassen, mit denen über Jahre Großmutters Geburtstagstisch traditionell gedeckt wurde – jede Tasse hat ein Namensschild. Ein großer Schrank mit Tassen, Kannen und Tellern lässt die Verwendung verschiedener Porzellane im bäuerlichen Leben in vergangenen Jahrhunderten wieder lebendig werden.
Zu manchen Tassen haben die Leihgeber auch Geschichten über die Herkunft mitgeliefert, die die Besucher in der Ausstellung auch nachlesen können.

Die Ausstellung wird ergänzt durch Aquarelle des Erfurter Malers Rudolf Saal, die genau in die »Sammeltassenzeit” passen. Dessen Nachlaß gehört seit 1972 dem Thüringer Museum.

Die Ausstellung »Sammeltassenzeit” ist bis 31. März in der zweiten Etage des Eisenacher Stadtschlosses zu sehen (Eingang über Tourist-Information). Geöffnet ist das Museum montags bis freitags von 10 Uhr bis 18 Uhr, samstags, sonn- und feiertags von 10 Uhr bis 17 Uhr.

Rainer Beichler | | Quelle:

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