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Theater Eisenach: Das kann richtig teuer werden

Der SPD Kreisvorstand hat sich in seiner August-Sitzung u.a. mit der auf Eis gelegten Finanzierung des Eisenacher Theaters beschäftigt. Hintergrund ist, dass der Kreistag in seiner Sitzung am 24. Mai mehrheitlich dem Antrag der CDU-FDP Fraktion zugestimmt hat dem Landrat zu untersagen, die ausgehandelten Verträge zu unterzeichnen. Ohne den Haustarifvertrag für die Landeskapelle Eisenach können die Angestellten aber nicht weiter beschäftigt werden. Spätestens zum 31. Januar 2017 müsste dem Orchester gekündigt werden.

Für die Stadt Eisenach und den Wartburgkreis hätte dies die unangenehme Folge, dass Klagen auf Wiedereinstellung oder Abfindungsforderungen auch auf den Gesellschafter Wartburgkreis mit erheblichen Umfang zukommen. Nach dem Tarifvertrag NVBühne sind am Eisenacher Theater 9 Mitarbeiter länger als 15 Jahre beschäftigt und daher nach dem Tarifvertrag unkündbar. Abfindungen müssen auch vom WAK mitgetragen werden. Wenn der WAK den Finanzierungsverträgen nicht zustimmt, kann die Landeskapelle nicht ausgestiftet werden und damit käme der gesamte Theaterbetrieb in Eisenach in Finanzierungsnot. Ein finanzieller Gewinn für den Wartburgkreis wäre ohnehin nicht zu erreichen, denn der Wartburgkreis hat einen festen Finanzierungsvertrag mit der Kulturstiftung Meiningen-Eisenach abgeschlossen. Die Kündigungsfrist beträgt 2 Jahre. Bei einer Kündigung zum 31. Dezember 2016, ist diese erst am 1. Januar 2019 wirksam. Bis dahin muss der Wartburgkreis zahlen – auch wenn der aus dem jetzigen Stand der Dinge drohende Theaterzusammenbruch stattfindet.

Wir von der SPD Wartburgkreis wollen das Geld unserer Steuerzahler besser für unsere Schulen und Straßen ausgeben und nicht für sinnlose Vertragsstrafen.

Andrea T. | | Quelle:

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  • Teufel

    Mach dem Elend doch endlich jemand ein Ende. Es gibt so viel Kultur im Fernsehen, es gibt so viele schöne Theater, die über unsere hervorragende Infrastruktur bestens zu erreichen sind, angefangen mit Meiningen. Warum muss jedes Kuhkaff ein eigenes Ensemble haben? Übers Internet ist man heute von London über New York bis Bolschoi live dabei. In Erfurt ist man in Nullkommanix und selbst die Berliner Kulturlandschaft ist mit dem Zug in weniger als drei Stunden zu erreichen. Man wird also nicht kulturlos, aber man wird eine Menge Kosten los, die – bei nun mal knappen Mitteln – Platz machen für drängendere Ausgaben. Die Auslastungsstatistik spricht dafür, dass die große Mehrheit wenig vermissen wird.

    • Phlegias

      Keine Ahnung warum Meiningen noch ein Theater hat…..

  • Phlegias

    Hm….CDU und Kultur gehen eben nicht zusammen. Was soll man da noch sagen? Und für die Neoliberalen ist Kultur nur ein Klotz am bei der Effizienz. Traurig aber wahr. Wenn man bedenkt das der jetzige Kreistag in der zukünftigen (möchtegern) Kreisstadt sitzt, kann einem übel werden.
    Eigentlich kann man nur hoffen, daß Erfurt die Gebietsreform schnell auf die Reihe bekommt und der Wartburgkreis irgendwo aufgeht damit uns eine Kreisstadt BaSa erspart bleibt….

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