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Thüringer Kultusminister Christoph Matschie besuchte das Bachhaus

Anlass des Besuchs ist die Bewilligung von Investionsmitteln des Freistaats in Höhe von 16500 € für die Modernisierung der Beleuchtung der Sonderausstellungsräume des Bachhauses (Umrüstung auf LED).
Matschie übergab den Bewilligungsbescheid persönlich dem Direktor des Bachhauses Dr. Jörg Hansen.

LED entsprechen heute dem Stand der Technik für die Beleuchtung in Museen. Grund ist vor allem der völlig fehlende UV-Anteil, der Schutzmaßnahmen wie UV-Filtergläser oder UV-Schutzfolien an Vitrinen- und Bildergläsern entbehrlich werden lässt. Besonders Papier und Textilien reagieren durch Farbveränderungen sehr sensibel auf UV-haltiges Licht.

In den vergangenen Jahren zeigte das Bachhaus in seinen Sonderausstellungsräumen zahlreiche äußerst empfindliche Objekte:
Erinnert sei an Bachs Notenhandschrift der Lukas-Passion („Bachs Passionen“, 2010), Devotionalien der Cembalistin Wanda Landowska einschließlich ihrer Konzertkleidung („Erinnerungen an Wanda Landowska“, 2011), das „Achtliederbuch“ von 1524, das erste lutherische Gesangbuch überhaupt („Luther und Bachs Musik“, 2012), oder die aktuelle Sonderausstellung „Bach & Friends“ mit zahlreichen Kupferstich-Porträts des 17. und 18. Jahrhundert.

Dies erforderte umfangreiche Schutzmaßnahmen, die zuvor mit den Leihgebern abzustimmen waren. (Zu den Leihgebern des Bachhauses zählten in den vergangenen Jahren etwa die Staatsbibliothek zu Berlin, die Bayerische Staatsbibliothek München, die Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und die Bibliotheque Nationale et Universitaire Strasbourg.) Die Umrüstung der Sonderausstellungsbeleuchtung von Halogen- auf LED-Strahler vereinfacht künftige Sonderausstellungsgestaltungen, ermöglicht längere Ausstellungsdauern und verbessert die Position des Bachhauses im nationalen und internationalen Leihverkehr.

Weitere Vorteile der Umstellung auf LED sind die geringere Wärmeentwicklung in der Ausstellung, die längere Haltbarkeit der Leuchtmittel (LED: 50000 Stunden, Halogen: 3000 Stunden) und eine deutliche Energieersparnis: Das Bachhaus schätzt, dass durch die Umrüstung allein in der Sonderausstellung künftig 3400 Kilowattstunden im Jahr eingespart werden, das entspricht dem Jahresverbrauch eines deutschen Durchschnittshaushalt oder derzeit ca. 800 €/Jahr.

Es ist beabsichtigt, in den kommenden Jahren schrittweise die gesamte Ausstellungsbeleuchtung des Bachhauses auf LED umzurüsten. Insgesamt verbraucht das Bachhaus monatlich über 8000 Kilowattstunden Strom, wovon etwa ein Zehntel durch die Solaranlage auf dem Dach des Neubaus selbst erzeugt wird. Zum Zeitpunkt der Planung des neugestalteten Bachhauses im Jahr 2006 stand LED-Technologie noch nicht einsatzreif zur Verfügung.

Auch der Bundestagkandidat der SPD, Michael Kloastermann, besuchte das Bachhaus.

Rainer Beichler | | Quelle:

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