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Tiefensee: 1,9 Millionen Euro für die Wartburg in Eisenach

Bundesminister Wolfgang Tiefensee stellt 1,9 Millionen Euro für die UNESCO Welterbestätte Wartburg zur Verfügung. Er überreichte Oberbürgermeister Matthias Doht Montag auf der Wartburg einen symbolischen Scheck.

Tiefensee: „Die Wartburg in Eisenach ist eine der bedeutendsten Orte unserer Geschichte. Hier übersetzte Martin Luther das Neue Testament. Hier wurde Weltgeschichte geschrieben. Die Burg ist bauliches und kulturelles Welterbe zugleich. Der Welterbetitel ist eine Auszeichnung, aber auch eine große Verantwortung für die Städte. Wir leisten mit dem Förderprogramm einen Beitrag, dieser Verantwortung gerecht zu werden und dieses Erbe für künftige Generationen zu bewahren.“

Mit insgesamt 150 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Investitionen in nationale UNESCO-Welterbestätten. Damit sollen dringend notwendige Investitionen in den Erhalt der historischen Stätten von Weltrang ermöglicht und eine welterbeverträgliche Entwicklung der Kommunen unterstützt werden.
Gleichzeitig würden dadurch Arbeitsplätze vor Ort gesichert.
Das Geld will Eisenach einsetzen für die Sanierung der Wartburg in Vorbereitung des Reformationsjubiläums 2017. Geplant sind Verbesserungen an der Infrastruktur und Maßnahmen zur Bauerhaltung, um die Lutherstätte würdig zu präsentieren.

Das Land Thüringen stellt im Rahmen der Kofinanzierung ebenfalls 1,9 Millionen Euro bereit. Damit stehen der Wartburg 3,8 Millionen Euro zur Verfügung. Thüringens Kultusminister Bernward Müller würdigte ebenfalls die Bedeutung der Wartburg für Thüringen und als Erbestätte: «In kaum einer anderen Region wird der Status ‚Kulturland’ so selbstverständlich beansprucht wie in Thüringen. Kultur im Freistaat ist identitätsbildend und identitätsbestimmend. Zur Reihe national bedeutsamer Kultureinrichtungen gehören auch die Weltkulturerbestätten in Weimar und Eisenach. Deren Förderung durch Bund und Land ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt unseres kulturellen Erbes für kommende Generationen. Diese Verantwortung müssen wir auch künftig gemeinsam wahrnehmen.»

Im Palas der Burg wurde der Scheck überreicht. Gäste waren neben dem Bundestagabgeordneten Ernst Kranz auch eine Reisegruppe aus Linz (Österreich), die spontan am Ende ein Lied für den Minister anstimmte.

Konkret sollen rund fünf Kilometer Leitung der historischen Wasserleitung von Ruhla zur Wartburg saniert werden. In Planung ist die Strecke von der Hohen Sonne zum Bergfried auf der Wartburg. Die Arbeiten seien notwendig, da es immer häufiger zu Störungen kam. Wichtige Bereiche seien schon saniert, so Straßenquerungen und am Rennsteig. Nun soll die gesamte Leitung in diesem Abschnitt gemacht werden. Die Leitung stammt von 1886.
Ein weiterer Punkt der Sanierung sind die Burgmauern. Rund 400 Meter müssen dringend saniert werden und so sind 4000 m² in der Planung. Läuft alles nach Plan, könnten im August schon die Arbeiten beginnen.

Auf der Wartburg trug sich Tiefensee in das Goldenen Buch Eisenachs und in das Gästebuch der Wartburg ein.

Anschließend besuchte der Bundesminister das Bachhaus in Eisenach.

Rainer Beichler |

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