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Umweltbildungsstation im Hainich entwickelt sich

Die im Rahmen der diesjährigen Nationalparktage durch Gunda Niemann-Stirnemann feierlich eröffnete Umweltbildungsstation im Nationalpark Hainich wurde Anfang der Woche durch eine einzigartige Holzskulptur des 23-jährigen Holzbildhauers Martin Kleemann bereichert. Eine Fledermaus ziert nun den Eingangsbereich der Umweltbildungsstation und passt sich hervorragend dem Erscheinungsbild des Gebäudes an.
Der talentierte Künstler konnte im Jahr 2004 seine Ausbildung zum staatlich geprüften Holzbildhauer erfolgreich abschließen. Seit September 2005 absolviert er das Thüringen Jahr im Bereich Natur- und Umweltschutz im Nationalpark. Im Rahmen dieser Tätigkeit fertigte er in der nationalparkeigenen Werkstatt sehr liebevoll die 1,60 m große Fledermaus aus Lärchenholz an. Ganz bewusst wurde die Fledermaus gewählt. Von den 19 Fledermausarten, die in Thüringen leben, sind in den letzten Jahren 14 Arten im Nationalpark Hainich nachgewiesen worden. Viele davon sind typische Waldbewohner, die in den ungenutzten Wäldern des Nationalparks mit zahlreichen Specht- und Fäulnishöhlen einen idealen Lebensraum finden. Die Holzfassade des Gebäudes selbst wurde zudem fledermausfreundlich gestaltet. Sie bietet den Tieren die Möglichkeit, ein ungestörtes Tagesquartier zu beziehen.

Seit der Inbetriebnahme der Umweltbildungsstation am 28.05.2006 wurden bereits zahlreiche Veranstaltungen im Gebäude und in dem angrenzenden „Grünen Klassenzimmer“ durchgeführt. Viele Schulen nutzten die unentgeltliche Möglichkeit, die Schulstunden in die Natur zu verlegen und mit der Unterstützung durch Mitarbeiter des Nationalparks einen sehr praxisnahen und dabei lehrplankonformen Unterricht durchzuführen. Anmeldungen sind weiterhin möglich (unter Telefon: 03603/3907-26).
Für die drei jungen Menschen, die im Rahmen des Thüringen Jahr im Nationalpark eingesetzt werden, wird die Umweltbildungsstation zukünftig ein wichtiges Arbeitsfeld sein. Ab dem 01.09.2006 ist hierfür noch eine Stelle für ein Jahr zu besetzen. Bewerber sollten sich umgehend unter der Telefonnummer 03603/3907-17 mit der Nationalparkverwaltung in Verbindung setzen.

Rainer Beichler | | Quelle:

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