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Vortrag im Eisenacher Geschichtsverein

Der Erfurter Historiker Dr. Steffen Raßloff hat die erste Biographie über den Thüringer NS-Gauleiter Fritz Sauckel verfasst (2007, 3. Auflage 2008), die er in einem Vortrag im Eisenacher Geschichtsverein vorstellen wird.

Fritz Sauckel (1894-1946) gehörte zu den wichtigsten unter «Hitlers Helfern». In der «Kampfzeit» arbeitete er sich 1927 zum NSDAP-Gauleiter von Thüringen empor und führte die Partei 1930 zur ersten Regierungsbeteiligung in einem deutschen Land. Im August 1932 erreichte Sauckel als Regierungschef in Weimar die «vorgezogene Machtergreifung».
Nach 1933 schwang er sich zu Hitlers «Muster-Gauleiter» auf. Hierzu gehörte neben der Instrumentalisierung einer traditionsreichen Kulturlandschaft oder aktiver NS-Wirtschaftspolitik u.a. auch das 1937 errichtete Konzentrationslager Buchenwald.
Als «Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz» (1942) zählte Sauckel darüber hinaus zum «inneren Zirkel» der NS-Führung. Nach der Wende im Zweiten Weltkrieg sollte er durch die rücksichtslose Rekrutierung von Millionen ausländischer Zwangsarbeiter den «Endsieg» ermöglichen. Hitlers «Sklavenhalter» wurde 1946 im Nürnberger Prozess zum Tode verurteilt.

Der Vortrag findet am 9. November um 18.30 Uhr in der Aula des Martin-Luther-Gymnasiums, Predigerplatz 4 statt. Mitglieder des Geschichtsvereins aber auch Gäste sind herzlich willkommen.

Rainer Beichler | | Quelle:

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