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Vortrag zu jüdisch-israelischen Kulturtagen

Es sind die «Sabres», die junge, in Israel geborene Generation, die den Schwerpunkt der Thematik der diesjährigen jüdisch-israelischen Kulturtage bilden.
Die Eltern der Sabres sind aus den unterschiedlichen Teilen der Welt nach Israel eingewandert: aus Ost- und Mitteleuropa, aus arabischen Ländern, aus Äthiopien und den USA.
Sie sind einerseits in den Staat Israel hineingeboren, andererseits sind die Hintergründe ihrer Weltsicht von sehr unterschiedlichen Einflüssen geprägt.
Zohar Shavit, Professorin an der Universiät Tel-Aviv und Beraterin des israelischen Ministers für Wissenschaft, Kultur und Sport, setzte sich in ihrem Vortrag «Israel als multikulturelle Gesellschaft» am vergangenen Freitag vor einer interessierten Zuhörerschaft in der Evangelischen Fachschule Eisenach mit dieser Thematik auseinander.
Seit ihrer Entstehung befinde sich die israelische Gesellschaft in einer Spannung zwischen dem Wunsch, eine Kultur zu schaffen, die von allen akzeptiert werde, und dem Bedürfnis, mit der Vielfalt an Kulturen der unterschiedlichen – ethnischen oder nationalen – Gruppen, aus der diese Gesellschaft zusammengesetzt ist, und die sie charakterisieren, zurechtzukommen.
Zohar Shavit vertritt die Ansicht, dass nur der Erfolg der Erschaffung einer vollständig neuen hebräischen Kultur, an der die Mehrheit der Israelischen Gesellschaft teil hat, eine nationale und politische Gesellschaft kreien konnte.
Sie spricht sich dafür aus, kultureller Vielfalt die Möglichkeit des Ausdrucks zu geben, aber gleichzeitig Treffpunkte und den Dialog zwischen den verschiedenen kulturellen Strömungen zuzulassen. Grundlage ist die Anerkennung der Existenz des gemeinsamen israelischen kulturellen Kerns in Hebräisch.
Vielfalt inmitten von Gemeinschaft – damit könne es sich das heutige Israel erlauben, Vielfältigkeit und Verschiedenartigkeit auf dem Gebiet der Kultur zuzulassen

Rainer Beichler |

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