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 | Bildquelle: © AWE-Stiftung

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Bildquelle: © AWE-Stiftung

Vortrag zur Zwangsarbeit bei BMW im 2. Weltkrieg

Unter den Titel „Buchenwald war auch hier“ setzte die Stiftung Automobile Welt Eisenach die geschichtliche Vortragsreihe im Automobilmuseum fort.

Dazu  referierte die Historikerin Jessica Elsner zum Thema Einsatz von Zwangsarbeitern und KZ-Häftlingen im Eisenacher BMW-Flugmotorenwerk. Dabei konnte sie den Zuhörern im Ehrhardt-Saal als Ergebnis ihrer jahrlangen Forschungsarbeiten, einen detaillierten Blick in die düstere Zeit der Zwangswirtschaft im 2. Weltkrieg in Eisenach vermitteln. Allein in Eisenach gab es 5 Lager wo bis zu 3.500 ausländische Zwangsarbeiter zur Rüstungsproduktion bei BMW gezwungen wurden. Als dunkelster Höhepunkt des menschenverachtenden Systems gilt dann 1944 die Einrichtung des KZ-Außenlagers Emma direkt auf dem Werksgelände des  BMW-Flugmotorenwerkes. Anschaulich wurde auch das staatliche Funktions- und Leitungssystem offengelegt und mit Zahlen ebenso untersetzt, wie das Schicksal vieler ausländischer Zwangsarbeitern und KZ-Häftlingen.

Museumsleiter Matthias Doht betonte, dass sich das Automobilmuseum nicht nur als Auto-und Technikmuseum versteht, sondern ein Geschichtsbild zu allen Zeitepochen und sozialen Bedingungen vermitteln will. Dazu gehört auch das Bekenntnis zu den düsteren Etappen in der Eisenacher Automobilgeschichte.

Foto: © AWE-Stiftung

Andrea T. | | Quelle:

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  • Felix Berg

    An die Geschehnisse zu erinnern ist richtig. Denn Seinerzeit wurden dieses Geschehen als üblich und normal betrachtet, erst im nachhinein unter einer neuen Gesellschaft wurde dies verurteilt und führte hier und da zu Verurteilungen. Aber auch heute betrachten wir wieder vieles als normal und üblich weil Politiker sagen das ist gut und richtig so. Es gab da ein Gedicht – ein schwarzes Brötchen zu wenig, manche werden es kennen, daraus könnte man heute ableiten 1qm zu viel. Mit wachsamen Augen die Welt betrachten ist wieder wichtiger denn je.

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