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Wachsendes Interesse an Schulobstprogramm

Auch in Eisenach hat in der letzten Woche der Schulalltag für unsere Kinder begonnen und damit geht auch in unserer Stadt ein erfolgreiches Schulobst – Programm in die – so hoffe ich nicht – letzte Runde.

Als die EU das Programm 2008 beschloss benötigte die Bundesregierung ein weiteres Jahr um in ihrer letzten Bundestagssitzung vor der Wahl 2009 das Gesetz für kostenloses Obst und Gemüse an Schulen zu beschließen.

Ein weiteres Jahr benötigte die Landesregierung um 2010 dieses Gesetz auch in Thüringen mit „Leben“ zu füllen. Hier schoben sich Sozial- und Landwirtschaftsministerium die Zuständigkeit so lange gegenseitig zu, bis sich schließlich das Sozialministerium erbarmte und die Verantwortung übernahm.

Auch In Eisenach gab es zu Beginn des Schulobst-Programm bedenken, vor allem, weil deren Umsetzung ein zu hoher Verwaltungsaufwand darstellen könnte. Dies hat sich so nicht bestätigt, auch weil hier offensichtlich das Engagement der freiwilligen Helfer vor Ort unterschätzt wurde. Neben dem Verzehr von Obst und Gemüse legt das EU-Schulobstprogramm einen Schwerpunkt auf begleitende Aktionen, wie z.B. die Thematisierung gesunder Ernährung im Unterricht, die Durchführung eines Projekttages oder die Besichtigung eines landwirtschaftlichen Betriebes, darüber hinaus sollte das ausgereichte Obst und Gemüse – wenn möglich – aus regionalen Anbau kommen.

Insgesamt nehmen im Schuljahr 2013/2014 – 934 Schülerinnen und Schüler der Petersbergschule (187), der Georgenschule (154), der Jakob-Schule (345) der Mosewaldschule (169) und der Pestalozzischule (79) der Klassenstufen 1 bis 4 am Schulobstprogramm teil. Dies sind 87,62 Prozent aller anspruchsberechtigten Schülerinnen und Schüler.

Über das Schulobstprogramm erhalten in unserer Stadt die Schülerinnen und Schüler einmal pro Woche eine Portion Obst oder Gemüse (100 – 150 g). Das gelieferte Obst und Gemüse wird durch ehrenamtliche Helferinnen in den Schulen verzehrfertig vorbereitet und in den Frühstückspausen ausgegeben.

Für die Beschaffung des Obstes bzw. Gemüses im Schuljahr 2013/2014 wird vom Freistaat Thüringen ein Zuschuss in Höhe von 10927,80 Euro gewährt. Dabei trägt die EU 75 % der Ausgaben. Der verbleibende Betrag wird vom Land Thüringen übernommen.

Wie die vorliegenden Zahlen zeigen wird das Schulobstprogramm vor Ort gut angenommen, die Anzahl der beteiligten Schulen und Schüler stieg in den letzten 3 Jahren stetig. Die wachsende Nachfrage ist erfreulich, allerdings stehen nur begrenzt Landesmittel zur Verfügung.

Die Fortführung des Schulobst-Programms ist abhängig von der weiteren Finanzierung durch die Europäische Union, dies machte vor einigen Tagen das Sozialministerium deutlich, denn das Programm aus EU Sicht wird in diesem Jahr enden.

Aber ein erfolgreiches Modell wie das Schulobstprogramm sollte nicht an der Finanzierung durch die EU allein hängen. hier sollte die Landesregierung in Zukunft bereit sein auch mehr Verantwortung zu übernehmen. Das Programm trägt zur Gesundung und besseren Ernährung der Kinder bei. Ziel muss es sein, das Schulobst-Programm in diesem Jahr nicht enden zu lassen sondern auszubauen auch hier benötigen wir Nachhaltigkeit im Interesse unserer Kinder.

Rainer Beichler |

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