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Wartburgschule ist umfassend saniert

In der Wartburgschule (6. Staatliche Regelschule) in der Wilhelm-Pieck-Straße hat am 1. November nach rund 16 Monaten Bauzeit wieder der Unterricht begonnen. Oberbürgermeister Matthias Doht begrüßte die Schülerinnen und Schüler am ersten Tag nach den Herbstferien persönlich an der Tür der frisch sanierten Schule.

Die Wartburgschule konnte dank der Förderung aus dem Konjunkturpaket II umfassend saniert werden. Die Arbeiten hatte Anfang Juli 2010 begonnen.

Das Gebäude der Wartburgschule, das im Jahr 1965/66 errichtet wurde, ist jetzt energetisch saniert sowie teilweise umgebaut. Die Fassaden erhielten eine Wärmedämmung, der alte Heizkessel wurde durch einen energieeffizienten Brennwertkessel ersetzt und neue Fenster sind eingebaut. Dabei blieben die bereits erneuerten in der Fassade Richtung Schulhof erhalten. Mit diesen energetischen Maßnahmen können 67 Prozent der Wärmeenergie eingespart werden. Dies entspricht rund 126 Tonnen weniger Kohlendioxid-Emission pro Jahr.

Zudem wurden die Flucht- und Rettungswege entscheidend verbessert und damit die gesetzlichen Anforderung realisiert. Dazu gehört beispielsweise, dass der Süd-Ostflügel mit einem vorgebauten Flur, der auch als Fluchtweg dient, ergänzt wurde.

Installiert wurden des Weiteren eine behindertengerechte Toilette im bisherigen Eingangsbereich und ein Personenaufzug. Das Schulgebäude ist nun über einen barrierefreien Eingang erreichbar.

Umbauarbeiten fanden außerdem in den beiden Innenhöfen statt. Ein bisher offener Hof erhielt ein Dach und fungiert jetzt als Aula der Schule. Ein Kran hatte dafür im Mai 15 Meter lange und 1,6 Tonnen schwere Dachbinder eingesetzt, die mit weiteren Bauteilen das Dach der neuen Aula tragen.

Der zweite Innenhof wurde als Außenbereich neu gestaltet. Auf dem rund 270 Quadratmeter großen Areal wurden zwei Bäume (ein Rotdorn und ein Weißdorn) neu gepflanzt und Sitzflächen neu angeordnet. Der Innenhof lädt mit dieser neuen Gestaltung zum Entspannen in den Pausen ein und kann auch für die Schülerspeisung genutzt werden.

Nachdem Anfang Oktober die meisten Bauarbeiten fertig waren, konnte bereits mit dem Wiedereinzug der Schuleinrichtung begonnen werden. Parallel arbeiteten die Firmen im Innenausbau. Noch müssen zwar in einigen Fluren und der neuen Aula die Fußböden verlegt werden. Doch alle noch anstehenden Restarbeiten werden während des laufenden Schulbetriebs schnellstmöglich fertig gestellt. Seitens der Schule wird zudem in der ersten Schulwoche ein Wandertag eingeschoben, damit die letzten Handgriffe zügig erledigt werden können.

Die Kosten für die gesamte Sanierungs- und Umbaumaßnahme wurden mit rund 2,79 Millionen Euro veranschlagt. 75 Prozent der Kosten werden aus dem Konjunkturpakt II finanziert, weitere 20 Prozent übernahm der Freistaat Thüringen als Bedarfszuweisung im Rahmen des Konjunkturpaketes. Der Eigenanteil der Stadt in Höhe von 139650,50 Euro wurde mit dem Nachtragshaushalt 2009 vom Stadtrat beschlossen.

Am 19. November wird in der Wartburgschule ein «Tag der offenen Tür» geplant.

Rainer Beichler |

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