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Warten auf Godot

Warten auf Züge ist lang. Warten beim Arzt ist schmerzend. Warten in Ämtern ist ärgerlich. Warten auf Babys ist freudig. Und «Warten auf Godot» ist ein Genuss.
Von vielen ungeduldig erwartet, erlebt der legendäre Beckett-Klassiker, der längst zum geflügelten Wort geworden ist, am Freitag, 10. April 09 endlich seine Wiederaufnahme. Ab 19.30 Uhr werden Wladimir und Estragon wieder irgendwo an der öden Landstraße harren, mit der Zeit ringen und mit Gott und der Welt hadern. Im vergebenen Warten gesellen sich dann zwei seltsame Gestalten hinzu, Herr Pozzo und sein Knecht Lucky. Gemeinsam hoffen alle vier auf das Erscheinen des rätselhaften Godot. Doch der lässt bekanntlich auf sich warten….

Die clownesken Landstreicher Wladimir und Estragon gelten als Prüfstein höchster Schauspielkunst. Hier zählt jeder Wimpernschlag. Ihr Warten ist ein Drahtseilakt zwischen abgründiger Komik und geistreichstem Höhenflug. Gelingen kann das Kunststück nur in darstellerischer Perfektion bei idealer Besetzung. Und die ist in Thomas Langes Inszenierung mit Hans-Joachim Rodewald und Roman Weltzien zweifelsohne gegeben. Unterstützt wird das Duo durch die skurrilen Gestalten von Herr und Knecht, Pozzo (Matthias Herold) und Lucky (Benjamin Krüger).

Vier ungewöhnliche Charaktere, die das endlose Warten auf Godot zu einem anhaltenden Vergnügen machen.

Karten an der Theaterkasse, Tel.: 03691-256219 und in der Tourist-Information Eisenach, Tel.: 03691-792336.

Rainer Beichler | | Quelle:

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