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 | Bildquelle: Paul-Philipp Braun

Beschreibung:
Bildquelle: Paul-Philipp Braun

Der Feensteig ist einen Besuch wert

Kennen Sie eigentlich diese kleinen, geflügelten Zauberwesen, die mit großer Freude durch die Luft fliegen und dabei ihr Zauberpulver verteilen? Man nennt sie Feen und sie sind wohl kaum irgendwo so gut zu finden, wie im Nationalpark Hainich.
Denn dort hat man sogar einen eigenen Wanderpfad, auf dem sie wandeln und dessen Wanderer sie begleiten, nach ihnen benannt.
Gleich hinter dem Ortsausgang von Weberstedt nämlich beginnt der «Feensteig». Rund drei Kilometer ist der Rundweg lang und vor allem für Familien mit Kindern ein Erlebnis. An 14 verschiedenen Stationen kann man entlang des Feensteigs Märchen sprichwörtlich erleben.

Schon wenn man durch das «Tor zum Hainich» den Wanderweg betritt, überkommt einen, gerade jetzt im Frühling, ein ganz besonderes Gefühl. Ein Gefühl von Frische und der Schönheit der Natur. Gelbe Butterblumen blühen entlang des Pfades und hin und wieder sind es auch die ersten Schmetterlinge, die man auf seinem Weg durch den märchenhaften Hainich in diesen Tagen antreffen kann.

Doch vor allem die 14 Märchenstationen machen den Pfad, welcher sich zwischen freiem Feld und dichtem Mischwald abwechselt, zu etwas Besonderem.
14 Mal findet man entlang des Weges kleine Holztafeln, auf denen verschiedene Märchen unterschiedlichster Herkunft nachlesen kann. Dabei sind es vor allem Grimmsche Erzählungen wie die Sage vom «Sterntaler» oder «Der Teufel mit den drei goldenen Haaren», die in kindgerechter Weise zu lesen sind. Doch auch Geschichten aus Thüringen und Tschechien sind auf den Holztafeln zu finden.

Aber nicht nur Märchen findet der aufmerksame Wanderer auf dem, mit einer Taube als Symbol, gut markierten Weg. Auch kleinere Holztafeln laden zum Lesen und zu anschließenden Aktionen ein. Sie sollen Naturbegeisterte und Otto-Normalverbraucher gleichermaßen für die Vorgänge in der Natur und deren Besonderheiten faszinieren. So ist es nicht verwunderlich, wenn der Eine oder Andere extra durch ein Astloch guckt oder den Kopf zwischen die Beine hält, um die Wurzeln einer alten Buche zu betrachten. Auch die Beschaffenheit eines Nadelwaldes wird auf ihnen erklärt.

Noch ist der Feensteig so eine Art Geheimtipp, der aber trotzdem schon vor allem bei schönem Wetter recht gut frequentiert wird. Denn nicht nur für Kinder ist der märchenhafte Rundweg eine Wanderung wert – auch die Älteren kommen hier auf ihre Kosten.
Rund anderthalb Stunden sollten für den Pfad eingeplant werden, festes Schuhwerk und gute Laune sind dabei von Vorteil. Auch ein Picknick, welches an den zahlreichen Sitzgelegenheiten eingenommen werden kann, empfiehlt sich.

Der Feensteig beginnt direkt hinter dem «Trabbi-Museum» in Weberstedt und ist Teil der Welterberegion «Wartburg-Hainich».

Mehr Informationen zum Feensteig gibt es auch unter http://www.nationalpark-hainich.de/erleben/ausflugsziele/feensteig-weberstedt.html

Durch das sprichwörtliche "Tor zum Hainich" betritt der Wanderer diesen besonderen Pfad.

Foto: ©Paul-Philipp Braun

Auch in die Beschaffenheit eines Nadelwaldes gibt der Feensteig einen Einblick.

Foto: ©Paul-Philipp Braun

Auch an Sitzplätze für die Fabelwesen ist entlang des Weges gedacht - so wie hier am Baum.

Foto: ©Paul-Philipp Braun

Gut ausgeschildert ist der Feensteig. Eine Taube dient als Symbol für den Weg und weist den Wanderern den Weg.

Foto: ©Paul-Philipp Braun

Besonders im Frühling, wenn die Natur erwacht, ist der Feensteig eine Reise wert.

Foto: ©Paul-Philipp Braun

Paul-Philipp Braun |

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